Mit einem Artikel in eigener Sache und einem Interview verabschiedet der Bote der Urschweiz seinen zweimaligen Chefredaktor in den Ruhestand. Jürg Auf der Maur begann 1987 während seines Geschichtsstudiums als Wochenend-Mitarbeiter für den Boten zu schreiben. Von 1993 bis 2000 war er erstmals Chefredaktor des Blatts. Danach leitete er das Inland-Ressort der Neuen Luzerner Zeitung und arbeitete als Chef-Reporter bei der Zentralschweiz am Sonntag, bevor er als Politchef beim Blick tätig war. Im Sommer 2014 kehrte Auf der Maur als Chefredaktor zum Boten zurück und führte die Redaktion bis 2021 (persoenlich.com berichtete). Seither war er als Autor für die Zeitung tätig.
Den Inseraterückgang bezeichnet er als die gravierendste Veränderung, die er während seiner Zeit als Journalist erlebt hat. Auch hiesige Firmen inserierten heute weniger in der Regionalzeitung und geben ihr Geld stattdessen für Werbung auf Social Media aus. Den technologischen Fortschritt findet Jürg Auf der Maur «sinnvoll». Dass die gedruckte Zeitung sterben wird, glaubt er dagegen nicht. Viele Leute wollten «immer noch eine physische Zeitung in der Hand haben».
Nach der Pensionierung möchte er sich wieder mehr der Geschichte widmen und weiterhin gelegentlich für die Zeitung schreiben, sagt der promovierte Historiker im Interview. (nil)

