01.10.2012

Spinas Civil Voices

"Kongo-Blocher" kocht Zottel

Kampagne für Amnesty International.

In diesen Tagen starten Amnesty International und weitere namhafte Organisationen eine schweizweite Kampagne für eine fairere und humanere Asylpolitik. Erklärtes Ziel ist es, sowohl Politiker als auch die breite Bevölkerung aufzurütteln, dass nun definitiv genug ist: dass jede weitere Verschärfung des Asylgesetzes gegen die Menschenwürde verstösst.

Kernstück der Kampagne ist ein Viral-Spot, der zeigen soll, wie unser Alltag wäre, wenn wir nicht als Schweizer, sondern als Somalier, Eritrer oder Kongolese auf die Welt gekommen wären. In einer Inszenierung sehen wir dem dunkelhäutigen Flüchtling "Blocher" zu, wie er zusammen mit dem syrischen Asylbewerber "Maurer" die Zeit totschlägt. Flankiert wird der Viral durch diverse Plakatsujets, die in diesen Tagen zum Aushang kommen.

Alexandra Karle, Mediensprecherin von Amnesty International Schweiz, präzisiert die Verbreitung der Kampagne gegenüber persoenlich.com: "Der Spot und die verfremdeten Politikerfotos sind im Netz unter www.jetzt-ist-genug.ch zu sehen, auf Facebook auf der Amnesty-Schweiz-Seite und hoffentlich geteilt auf tausenden weiteren Seiten, auf Twitter, auf Youtube." Weiter würden die Amnesty-Mitglieder in der ganzen Schweiz Postkarten und Plakate mit dem Blocher-Motiv verteilen. Zudem hängten an den Bahnhöfen zahlreicher grösserer Städte Plakate mit den verfremdeten Namen der Politikerinnen und Politiker.