Mit einem TV-Spot nach dem Rebranding der Marke Swiss, fiel vor rund einem Monat der Startschuss zu einer schweizweiten Swiss-Kampagne (persoenlich.com berichtete).
Die ausführende Werbeagentur Publicis versprach eine Werbeoffensive, die in den nächsten Monaten für mediales Aufsehen sorgen und die Schweiz bewegen würde. Mit einer besonderen Aktion geht die Kampagne nun in die nächste Runde.
Um das Versprechen "Our sign is a promise" erlebbar zu machen und die Verankerung in der Schweizer Bevölkerung zu zeigen, lanciert die Fluggesellschaft Swiss die Aktion "Seats for Switzerland". Dabei stehen die Schweizer und deren persönliche Geschichten im Mittelpunkt.

Über zahlreiche Kanäle ruft Swiss dazu auf, zu erzählen, warum sie jemanden vermissen, der im Ausland lebt und den sie dringend wieder in die Arme schliessen möchten. Für die berührendsten Beiträge werden laut Medienmitteilung 300 Tickets verschenkt, um ein Wiedersehen zu ermöglichen.
In den ersten drei Wochen erhielt Swiss über 2'200 bewegende Schilderungen und noch immer treffen täglich weitere ein, wie die verantwortliche Agentur Publicis schreibt. Mit über 200‘000 Visits auf swiss.com/for-switzerland in drei Wochen übertreffe die Kampagne alle Erwartungen. Aus der ganzen Schweiz erzählen Töchter, Söhne, Eltern, Grosseltern und Freunde davon, warum sie von ihren Liebsten und Bekannten getrennt sind.
Die Kampagne wird mit nationaler PR-Berichterstattung unterstützt. Dabei werden einige der Geschichten in verschiedenen Print- und Online-Medien porträtiert. Die Gewinner-Benachrichtigung, die Erlebnisse sowie die Begegnungsmomente werden zudem dokumentiert und publiziert. Somit wird die Kampagne bis ins Jahr 2014 weitergeführt, um der Schweizer Bevölkerung zu zeigen, dass es sich um ein langfristiges Engagement handelt, das, laut Medienmitteilung, der Swiss am Herzen liegt. Weitere Details zur Kampagne erklärt Karin Lang, Managing Director von Publicis:

Frau Lang, wie ist die Idee zur Kampagne genau entstanden?
Die Idee ist im Rahmen des Jahresbriefings entstanden. Wir haben die Gelegenheit genutzt und wollten anstatt eine klassischen ATL-Kampagne, welche über die Swiss als Schweizer Airline spricht, eine unkonventionelle Aktion für eine involvierende Kampagne ins Leben rufen.
Warum lassen Sie die Page-Besucher entscheiden, wer gewinnt und nicht eine Jury?
Wir haben sowohl ein Voting durch die Besucher sowie auch durch eine Jury, damit auch berührende Geschichten mit weniger Votes eine Chance erhalten, denn z.B. eine Grossmutter, die Ihre Enkel gerne wieder einmal in die Arme schliessen möchte, hat voraussichtlich weniger Social Media-Kontakte, um die Anzahl Votes zu erhöhen.
Welche Geschichten haben aktuell die Nase vorn?
Die beliebtesten Geschichten kann man konstant auf der Microsite aufrufen. Weit vorne steht z.B. eine Geschichte über ein Wiedersehen mit dem Patenkind in Indien.
Gibt es eine Überprüfung auf den Wahrheitsgehalt der Stories oder vertraut man da auf die Ehrlichkeit der Teilnehmer?
Eine Überprüfung der Geschichten ist grundsätzlich nicht möglich aufgrund der grossen Anzahl Einreichungen, daher vertraut man auf die Ehrlichkeit der Teilnehmer. Einige Gewinner werden auch von den Mediapartnern begleitet, zumindest bei diesen ist schnell ersichtlich, ob die Geschichte stimmt oder nicht.
Gemäss Mitteilung sind bereits über 2'200 Geschichten eingegangen. Gibt es bereits erste Trends bezüglich den Inhalten zu erkennen? Haben Familiengeschichten oder Lovestories die Nase vorn?
Die Vielfalt an Geschichten ist überraschend, die Familiengeschichten und Lovestories halten sich aber in etwa die Waage.
Durch die Kampagne will die Swiss ihre Verankerung in der Schweizer Bevölkerung zeigen: Inwiefern gelingt das mit der Kampagne?
Die vielen Teilnehmer und Besucher zeigen, wie sehr die Swiss in der Bevölkerung verankert ist. Die Swiss gehört unbestritten zur Schweiz, das Schweizer Kreuz auf der Heckflosse ist ein deutliches Zeichen dafür. Und mit der Aktion will sich die Swiss für die Treue bedanken und etwas zurückgeben.
Wie will sich die Swiss bei Schweizer Bevölkerung positionieren?
Als Airline der Schweiz bringt Swiss die Schweizer in die Welt und wieder zurück und transportiert gleichzeitig täglich Schweizer Werte in die ganze Welt hinaus. Und wer als Schweizer im Ausland ein Flugzeug der Swiss betritt und ein "Grüezi" der Flight Attendants hört, fühlt sich sofort zuhause.
Laut Mitteilung hat die Kampagne alle Erwartungen übertroffen. Hat man den Schweizern nicht soviel Emotionen zugetraut? Auf was führen Sie den Erfolg der Aktion zurück?
Wir haben nicht daran gezweifelt, dass die Schweizer Emotionen zeigen können, ohne würde die ganze Aktion nicht funktionieren. Allerdings übertrifft die Menge an sehr detaillierten und mit viel Liebe ausgearbeiteten Geschichten die Erwartungen, was uns natürlich sehr freut.
Sind in Zukunft ähnliche Projekte geplant?
Lassen Sie sich überraschen!
Bis zum 6. Oktober können noch weitere Beiträge eingereicht werden. Und bis zum 13. Oktober können Besucher ihre Stimme für ihre Lieblingsgeschichte abgeben und einen Europaflug gewinnen.





Verantwortlich bei Swiss International Air Lines: Marcel Benz (Head of Brand Development), René Hauck (Manager Communication Development), Alexander Strehler (Online Marketing), Rebekka Hofstetter (Advertising); verantwortlich bei Publicis Communications: Tim Hoppin (CD), Swen Morath und Angelo Sciullo (AD), Patrice Gerber (Grafik), Christian Schirmer (Text), Karin Lang, Candido Righetto und Bojana Taraba (Beratung), Wim Roelfs, Tiago Dias, Sandro Ducceschi und Thomas Wyss (Digital).
Interview: Corinne Bauer und Lea Friberg

