05.02.2026

ZHAW

253 Bewerbungen für sieben Lose

Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hat ihre umfangreiche Ausschreibung für Grafikdienstleistungen abgeschlossen. Insgesamt erhielten 25 Anbieter aus der Schweiz, Deutschland und Österreich den Zuschlag.
ZHAW: 253 Bewerbungen für sieben Lose
Hat für einen Vergabeentscheid nach einer Ausschreibung viel Zeit gebraucht: die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. (Bild: Raphael Hünerfauth)

Fünf Monate später als ursprünglich geplant ist die Vergabe nun abgeschlossen: Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat ihre Ausschreibung für Grafikleistungen über sieben Lose vergeben. Der Zuschlagsentscheid wurde auf simap.ch publiziert. Die Vergaben sind mittlerweile rechtskräftig. 

Das Interesse war gross: Insgesamt gingen 253 Angebote ein. Je nach Los waren es zwischen 20 und 49 Eingaben. 25 verschiedene Anbieter erhielten mindestens einen Zuschlag. In fünf Losen wurden jeweils acht Anbieter ausgewählt, in den beiden kleineren Losen «Book Design» und «POS» jeweils drei. Die Vertragslaufzeiten betragen knapp fünf Jahre. Der Gesamtumfang der vergebenen Aufträge beläuft sich auf rund 16 Millionen Franken.

Besonders erfolgreich war Büro4 aus Zürich, die in sechs der sieben Lose einen Zuschlag erhielt – mit Auftragsvolumen zwischen 464'000 und 1,74 Millionen Franken. Ebenfalls stark vertreten ist Obrist und Partner Graphic Designers aus Zürich mit Zuschlägen in vier Losen. Notice Design aus Zürich und Stillhart Konzept und Gestaltung aus Zürich kamen in je fünf Losen zum Zug.

Corporate Identity und Branding

Im Los «Corporate Identity/Branding» gingen insgesamt 42 Angebote ein. Acht Anbieter erhielten hier den Zuschlag: Büro4 (899'000 Franken), Kreisvier Communications aus Basel (837'000 Franken), Nerves aus Zürich (992'000 Franken), Notice Design (992'000 Franken), Obrist und Partner Graphic Designers (868'000 Franken), Pool Practice aus Berlin (744'000 Franken), Schmid & Wolf aus Olten (899'000 Franken) und Stillhart Konzept und Gestaltung (930'000 Franken).

Editorial Design mit höchsten Summen

Das Los «Editorial Design» verzeichnete mit 49 Eingaben die meisten Angebote. Hier wurden acht Zuschläge erteilt: Bonbon aus Zürich (960'000 Franken), Büro4 (1,74 Millionen Franken), Comm-unity Creative Collective aus Rotkreuz (1,8 Millionen Franken), Keim Identity aus Zürich (1,68 Millionen Franken), Kobal Grafik aus Zug (1,56 Millionen Franken), Notice Design (1,92 Millionen Franken), Obrist und Partner Graphic Designers (1,68 Millionen Franken) und Partner & Partner aus Winterthur (1,74 Millionen Franken).

Book Design und Commercial Design

Im kleinsten Los «Book Design» mit 20 Angeboten erhielten drei Anbieter den Zuschlag: Bonbon (152'000 Franken), Res Eichenberger Design aus Zürich (180'500 Franken) und TGG aus St. Gallen (250'800 Franken).

Beim «Commercial Design» gingen 46 Angebote ein. Acht Anbieter wurden ausgewählt: Alltag Agentur aus St. Gallen (973'500 Franken), Büro4 (855'500 Franken), Herburg Weiland aus München (442'500 Franken), Notice Design (944'000 Franken), Obrist und Partner Graphic Designers (826'000 Franken), Partner & Partner (855'500 Franken), Pool Practice (708'000 Franken) und Stillhart Konzept und Gestaltung (885'000 Franken).

POS, Illustrationen und Digital Design

Für «POS» (Point of Sale) gingen 20 Angebote ein. Den Zuschlag erhielten Nerves (320'000 Franken), Stillhart Konzept und Gestaltung (300'000 Franken) und Weder & Noch aus München (230'000 Franken).

Im Los «Illustrationen und Grafiken» waren es 34 Angebote. Acht Anbieter kamen zum Zug: Alexander Glandien aus Wien (352'000 Franken), Büro4 (464'000 Franken), Comm-unity Creative Collective (480'000 Franken), EBP Schweiz aus Zürich (480'000 Franken), Notice Design (512'000 Franken), Schmid & Wolf (384'000 Franken), Source Associates aus Zürich (400'000 Franken) und TGG (422'400 Franken).

Beim «Digital Design» gingen 42 Angebote ein. Acht Anbieter erhielten den Zuschlag: Büro4 (696'000 Franken), Notice Design (768'000 Franken), Obrist und Partner Graphic Designers (672'000 Franken), Qturn aus Bolligen (768'000 Franken), Stillhart Konzept und Gestaltung (720'000 Franken), Stämpfli aus Bern (600'000 Franken), Upset aus Zürich (600'000 Franken) und Vollprecht Gestaltung aus Basel (672'000 Franken).

Leistungsfähigkeit gewichtet mit 70 Prozent

Bei der Vergabe floss der Preis mit 30 Prozent und die Leistungsfähigkeit mit 70 Prozent in die Bewertung ein. Die Grafik-Referenzen wurden von den Kommunikations- und Marketingleitenden der ZHAW hinsichtlich ihrer Eignung zur Aufgabenerfüllung und zur Ansprache der anvisierten Zielgruppen bewertet.

Thomas Schläpfer, Leiter der ZHAW-Medienstelle, hatte im Oktober gegenüber persoenlich.com die hohe Anzahl an Bewerbungen und die Komplexität der sogenannten Pool-Ausschreibung als Gründe für die Verzögerung genannt. Bei einer Pool-Ausschreibung werden für verschiedene Lose jeweils mehrere Anbieter ausgewählt.


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