06.04.2025

Post

431 Millionen Franken für externe Berater

Der gelbe Riese hat die Ausgaben für Firmen wie McKinsey in der Amtszeit des abtretenden CEO Roberto Cirillo stark erhöht.
Post: 431 Millionen Franken für externe Berater
(Bild: Keystone/Peter Schneider)

2024 belief sich der «Beratungs-, Büro- und Verwaltungsaufwand» auf 431 Millionen Franken – ein neuer Spitzenwert. Bemerkenswert ist der Mehrjahresvergleich: Unter Susanne Ruoff, welche die Post von 2012 bis 2018 führte, betrugen die Ausgaben in diesem Bereich durchschnittlich 255 Millionen Franken pro Jahr. In der Ära Cirillo dagegen wurden im Schnitt 401 Millionen ausgegeben, wie die NZZ am Sonntag schreibt.

Die Post begründet den Anstieg in erster Linie mit steigenden IT-Aufwänden. Recherchen zeigen jedoch, dass auch die Vergabe zahlreicher Beratungsaufträge für Firmen wie McKinsey und Co. zur Entwicklung beigetragen haben. 2020 sicherte sich die Post die Dienste von 25 Beratungsfirmen, die man in der Folge für einzelne Projekte gegeneinander antreten liess – etwa im Zusammenhang mit Akquisitionen.

Wie viele Aufträge es genau waren, will die Post nicht verraten. Auch zur Gesamtsumme, die in den vergangenen fünf Jahren an die 25 Beratungsunternehmen geflossen sind, schweigt der Staatskonzern. Aus dem Zuschlagsentscheid vom Januar 2020 geht jedoch hervor, dass die berücksichtigten Anbieter in ihren Offerten Tagessätze von bis zu 25’325 Franken eingegeben haben. (pd/spo)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Hans Ulrich Grossniklaus
08.04.2025 18:10 Uhr
Und sparen will man nur beim Angestellten der schon so schauen muss das er überleben kann. Dieses rausgeworfene Geld vom Verwaltungsrat zurück fordern
Victor Brunner
06.04.2025 18:07 Uhr
Verwundert? Roberto Cirillo ist ein Ex-McKinsey-Mann und der lässt doch die Seinen nicht im Stich und der SP Mann und VRP Levrat schaut weg. Geld wird verlocht und werden durch steigende Porti wieder reingeholt um Gewinn zu vermelden!
Kommentarfunktion wurde geschlossen