Inhaltlich knüpfen Hügli und Rielle damit an den bisherigen Schwerpunkt an. «Wir arbeiten fast ausschliesslich für NPO, Verbände und Stiftungen, mit deren Themen und Anliegen wir uns auch persönlich identifizieren können», wird Sandra Hügli in einer Medienmitteilung zitiert. Schwerpunkte bleiben die Gesundheits- sowie die Kinder- und Jugendpolitik. Oft gehe es um Anliegen, die im Wettbewerb um politische Aufmerksamkeit untergingen und die deshalb auf eine langfristige integrierte Beratung bauten, so Hügli weiter.
Zugleich rücken bei der Agentur Politik und Kommunikation enger zusammen. «Politik wird heute nicht mehr nur in Parlamenten oder Regierungen gemacht. Sie entsteht in komplexen sozialen Diskursräumen, überall dort, wo gesellschaftliche Debatten geführt werden», so Yvan Rielle. Klassisches Lobbying bleibe wichtig, sei aber nur ein Teil der Arbeit, denn politische Prozesse, öffentliche Debatten und strategische Kommunikation liessen sich heute nicht mehr voneinander trennen, ist Polsan überzeugt. «Deshalb verstehen wir politische Beratung nicht als kurzfristige Interessenvertretung in Wandelhallen, sondern als strategische Begleitung mit langfristiger Wirkung», sagt Rielle.
Die Schärfung des Agenturprofils geht mit dem Rückzug von Gründer Reto Wiesli einher, der die Agentur verlässt, um sich unternehmerisch neu zu orientieren. Wiesli hatte Polsan 2006 in Bern gegründet, 2021 war die Agentur durch die Fusion mit der Zürcher Kommunikationsagentur Concept & Impact von zwei auf drei Partner angewachsen (persoenlich.com berichtete). (pd/nil)


