Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) möchte, dass möglichst viele Arbeitsplätze rauchfrei sind. Dazu lancierte es die Aktion "arbeitsplatz.rauchfrei". An der Kampagne beteiligt sind auch das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) und der Dachverband Schweizer Krankenversicherer Santésuisse.
Die Kommunikation der Aktion ist in drei Schritte aufgeteilt. Schritt eins war ein Mailing, das im März an 6'500 Firmen verschickt wurde, Schritt zwei eine Medienkonferenz. Weitere Kommunikationsmassnahmen seitens der Träger und der Mitglieder des Unterstützungskomitees sind geplant.
Nach dem ersten Mailing haben sich 227 Betriebe angemeldet und sich dazu verpflichtet, ihre Arbeitsplätze rauchfrei zu gestalten. Der Blick hat am Donnerstag geschrieben, die Aktion sei ein Flop, 600'000 Franken seien verschwendet worden. Doch Sabina Müller, Mediensprecherin beim BAG, korrigiert die Darstellung: "Die Aktion ist auf drei Jahre ausgerichtet. Wir haben im März 2006 ein Mailing an 6'500 Adressen verschickt. Die übliche Rücklaufquote ist ein bis zwei Prozent -- wir sind mittlerweile bei über drei Prozent."
"Es wäre falsch, den Erfolg der Aktion nur an der Anzahl angemeldeter Betriebe zu messen", so Müller weiter. Sie will die Medienarbeit intensivieren und weiterhin möglichst viele Betriebe zur Anmeldung bringen. "Wir sind überzeugt, dass die Aktion Diskussionen auslöst und sensibilisiert. Obwohl laut Arbeitsgesetz jeder Arbeitnehmer ein Recht auf einen rauchfreien Arbeitplatz hat, sind immer noch 47 Prozent der Erwerbstätigen am Arbeitsplatz unfreiwillig dem Tabakrauch ausgesetzt", sagt Müller.
Die Betriebe können sich für drei Kategorien anmelden: Gold, Silber und Bronze. Wer sich bis Ende Juni 2006 für die Kategorie Gold anmeldet, verpflichtet sich, diese Kategorie (vollkommen rauchfreier Betrieb) innert dreier Jahre zu erreichen. Der im Blick-Artikel genannte Anmeldeschluss 30. Juni ist nur einer von mehreren, betont Müller. Der letzte Anmeldeschluss ist der 31. Mai 2008.

