06.10.2009

St. Gallen

Anti-Minarett-Plakate dürfen aufgehängt werden

"Schweizer Fahne, verhüllte Frau und Minarette sind nicht diskriminierend".

Während andere Grossstädte zögern, das Anti-Minarett-Plakat zuzulassen, hat die Stadt St. Gallen bereits einen Entscheid gefällt. Es hat den Aushang der umstrittene Plakate bewilligt. "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht den Esel meinen, aber den Sack schlagen", begründete der Medienchef der Stadt St. Gallen, Urs Weishaupt, den Entscheid der Behörde. Bundesrat und Bundesversammlung seien zum Schluss gekommen, dass die Initiative gültig sei. "Unsere Aufgabe ist es nicht, zu entscheiden, ob die Vorlage schlau ist."

Das Plakat an und für sich ist aus Weishaupts Optik nicht rassistisch. "Das Bild zeigt eine Schweizer Fahne, eine verhüllte Frau und einige Minarette: Was soll daran diskriminierend sein?", fragte Weishaupt. Er wollte diese Aussage allerdings nicht als Kritik an Basel verstanden wissen. Es gebe durchaus Gründe, die Sachlage anders einzuschätzen. "Vielleicht ist der Frieden in Basel mit diesen Plakaten auch stärker bedroht als bei uns." (sda)


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