An Oswald Grübel kamen die Zeitungen im vergangenen Jahr nicht vorbei: In 1920 Artikeln fand der CEO der UBS Erwähnung - so oft wie kein anderer Schweizer Wirtschaftsführer. Dies zeigt eine Auswertung des "Sonntags" gestützt auf die Schweizer Mediendatenbank (SMD), welche die Texte von rund 200 Schweizer Zeitungen und Zeitschriften sowie ausgewählte Artikel internationaler Pressetitel archiviert.
Auf dem zweiten Rang folgt Kaspar Villiger - seit April Präsident der UBS. Mit Villigers und Grübels Vorgängern Peter Kurer, Marcel Rohner und Marcel Ospel belegen zudem drei weitere UBS-Leute einen Rang in den Top Ten der Medienhitliste. Im Vorjahr lag Ospel (bis April 2008 UBS-Präsident) noch mit rund 2800 Texten an der Spitze des Rankings. 2009 bot die UBS reichlich Stoff für die journalistische Berichterstattung - war es die Stabübergabe von Peter Kurer an Alt-Bundesrat Kaspar Villiger im Februar, oder der langwierige Rechtsstreit mit den USA um bereits ausgelieferte und noch auszuliefernde Kundendaten.
Ebenfalls zu reden gab im vergangenen Jahr Novartis-CEO Daniel Vasella - mit 1167 Artikeln an dritter Stelle. Im Früjahr wurde in den Medien eifrig über Vasellas Lohn diskutiert. Im Sommer geriet Vasella ins Visier von militanten Tierschützern. Zudem war Vasella über das ganze Jahr hinweg Teil der Berichterstattung über die Schweinegrippe, da sein Pharmakonzern den Impfstoff produziert. Noch häufiger als über die UBS-Herren wurde über die Bundesräte geschrieben. Finanzminister und Bundespräsident Hans-Rudolf Merz kam in 9151 Artikeln vor. Am meisten Medienpräsenz hatte aber kein Schweizer, sondern US-Präsident Barack Obama mit 19154 Artikeln.

