28.05.2020

Beförderung

Bernard Maissen wird Bakom-Direktor

Der 59-Jährige übernimmt am 1. Juli das Amt von Philipp Metzger. Das gab der Bundesrat am Donnerstag bekannt. «Ich freue mich sehr über das geschenkte Vertrauen», so Maissen. Er ist seit 2018 Vizedirektor des Bakom, zuständig für die Abteilung Medien.
Beförderung: Bernard Maissen wird Bakom-Direktor
Vom Vizedirektor zum Direktor des Bakom: Bernard Maissen. (Bild: Keystone/Marcel Bieri)

Bernard Maissen wird neuer Direktor des Bundesamts für Kommunikation (Bakom). Das gab der Bundesrat am Donnerstag bekannt. Der 59-Jährige Maissen ist seit 2018 Vizedirektor des Bakom, zuständig für die Abteilung Medien.

Die neue Funktion tritt er am 1. Juli an. Er übernimmt das Amt von Philipp Metzger, der im Februar zur Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC) gewechselt hat. Seither wird das Bakom interimistisch vom stellvertretenden Direktor Philippe Horisberger geleitet (persoenlich.com berichtete).

«Ich freue mich sehr über das geschenkte Vertrauen und auf die neue Aufgabe. Sie umfasst ein breiteres Themenfeld der Kommunikation, als ich bisher betreut habe», so Maissen zu persoenlich.com. Das bedeute für ihn, dass er sich zunächst in die neue Materie einarbeiten werde. «Ich kann aber glücklicherweise im Bakom auf hervorragende und sehr motivierte Mitarbeitende zählen, die mich dabei unterstützen werden. Genau wie es meine Abteilung beim meinem Einstieg in die Bundesverwaltung vor gut zwei Jahren gemacht hat.»

Die vakante Stelle der Abteilungsleitung Medien werde so rasch wie möglich ausgeschrieben. «Es ist gerade im aktuellen Umfeld ein spannende und interessante Aufgabe, und ich bin sicher, dass wir eine gute Nachfolgerin oder einen Nachfolger finden werden», so Maissen.

Von der SDA zum Bakom

Maissen kommt aus dem Journalismus. Er hat an der Universität Freiburg Germanistik, Geschichte und Journalismus studiert und war danach in verschiedenen Funktionen als Journalist und Chefredaktor tätig. Vor seinem Wechsel ins Bakom war er Chefredaktor und Mitglied der Geschäftsleitung der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA).

Die Medien gehören zu den grossen Herausforderungen des neuen Bakom-Direktors. Das Parlament berät derzeit über ein Massnahmenpaket zur Unterstützung der Branche. Dieses soll den Strukturwandel bremsen, der sich in der Coronakrise noch beschleunigt hat.

Die Medien bräuchten Unterstützung, um langfristig neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, erklärte Maissen vor den Bundeshausmedien. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hob deren demokratiepolitische Bedeutung hervor. «Unsere Demokratie lebt von vielfältigen und lebendigen Medien», sagte sie. Der Ständerat entscheidet in der Sommersession als Erstrat über die Vorlage.

Umstrittenes 5G-Dossier

Das schwierigste Dossier auf Maissens Schreibtisch stammt aber aus der Telekom-Abteilung: Er muss als neuer Bakom-Direktor den Aufbau des 5G-Netzes begleiten. Der neue Mobilfunkstandard ist hoch umstritten. Mehrere Volksinitiativen wollen die Einführung stoppen, während die Wirtschaft nach 5G ruft.

Der Bund hatte die Frequenzen Anfang 2019 versteigert. Im April entschied der Bundesrat, noch einmal Testmessungen durchzuführen und bis Ende Jahr eine Vollzugshilfe vorzulegen. Der Mobilfunkstandard ist die Voraussetzung für verschiedene neue Technologien wie selbstfahrende Autos oder Virtual Reality.

In der Coronakrise habe sich gezeigt, wie wichtig funktionierende Telekom- und Mediensysteme seien, sagte Maissen. Seiner Ansicht nach verfügt die Schweiz über solche – trotz Pannen. Die Umstellung auf Homeoffice sei gelungen, und über die Medien habe sich die Bevölkerung laufend über die Entwicklung im In- und Ausland informieren können. (sda/cbe)



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