27.01.2020

Gegen Diskriminierung

Coca-Cola schaltet Regenbogen-Inserate

Mit einer ungewöhnlichen Aktion will die amerikanische Getränke-Firma in der Schweiz eine Diskussion über Werte lancieren. Diskriminierung sei «in keiner Form akzeptabel», heisst es im Vorfeld zur Abstimmung am 9. Februar.
Gegen Diskriminierung: Coca-Cola schaltet Regenbogen-Inserate
Ummantelt mit dem Symbol der Lesben und Schwulen: Die 20-Minuten-Ausgabe vom Montag, 27. Januar 2020. (Bild: persoenlich.com)
von Edith Hollenstein

Im Vorfeld der Abstimmung vom 9. Februar über Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung bekennt Coca-Cola Farbe. Die 20-Minuten-Print-Ausgabe in Deutsch, Französisch und Italienisch erschien am Montag, 27. Januar mit einem regenbogenfarbenen Titelblatt – ein Inserat von Coca-Cola Schweiz. «Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, die Vielfalt unserer Mitarbeitenden, aber auch die unserer Konsumenten zu respektieren und zu schätzen. Nicht von ungefähr sind Toleranz, Gemeinsamkeit und Respekt zentrale Kernwerte von Coca-Cola – in der Schweiz und weltweit», sagte Kommunikationschef Matthias Schneider am Montag an einer Medienkonferenz in Zürich.

Diskriminierung und Ausgrenzung seien «in keiner Form akzeptabel». Beim veröffentlichten Manifesto handle es sich um keine Abstimmungsempfehlung, sondern um einen «Anstoss zum Dialog über unser Zusammenleben in der Schweiz», so Schneider. 

Dieses Engagement habe mit der lokalen Verankerung von Coca-Cola zu tun. «Seit 1936 produzieren wir praktisch alle unseren hier verkauften Produkte in Brüttisellen und Vals. Hier schaffen wir Arbeitsplätze. Hier investieren wir in die Zukunft. Wir freuen uns und sind stolz darauf, ein Teil dieser Gesellschaft sein zu dürfen und wollen unseren aktiven Beitrag dazu leisten, dass diese von allen gelebt werden kann.»

Unknown-7_1

Bildschirmfoto 2020-01-27 um 15.11.29

Unknown-4_10

Die Idee entstand gemeinsam zwischen Coca-Cola Schweiz und Rod Kommunikation. Die läuft diese Woche. Unter anderem sind Inserateplatzierungen in der Weltwoche, Blick und La Quotidiana geplant. 

Detaillierte Hintergründe dazu lesen Sie im persoenlich.com-Interview mit Kommunikationschef Matthias Schneider.



Kommentar wird gesendet...

Kommentare

Kommentarfunktion wurde geschlossen

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Anzeige
Zum Seitenanfang20201027

Die Branchennews täglich erhalten!

Jetzt Newsletter abonnieren.