10.11.2010

CEO Positions

Der CEO gehört vor die Kamera

100 Top-Unternehmen im Webvideo-Kompetenz-Test.

Wenn Firmenchefs heute kommunizieren, dann tun sie das vermehrt via Webvideo. Aus gutem Grund: Die Botschaften wirken glaubwürdiger. Investoren beispielsweise machen nach einem gelungenen Videoauftritt eines CEOs mehr Geld locker als nach einem Text-Communiqué. Die Zürcher Firma CEO Positions hat 100 Top-Unternehmen und ihre Webvideo-Kompetenzen analysiert. Im europäischen Vergleich schneiden Schweizer Firmen sehr gut ab. "persoenlich.com" präsentiert die Ergebnisse und sprach mit Susanne Müller-Zantop, Geschäftsleiterin von CEO Positions.

In diesem Jahr führten drei Wissenschaftler ein interessantes Experiment durch. Frank Hodge von der Universität Washington, Brooke Elliott von der University of Illinois und Lisa Sedor von der DePaul University haben das Verhalten von zwei Testgruppen von Investoren untersucht. Es ging um ein Unternehmen, dessen CEO sich zum Quartalsende für ein schlechtes Ergebnis entschuldigen musste. Die eine Testgruppe bekam die Entschuldigung des CEO vorgelesen. Die andere Testgruppe sollte sich eine Videobotschaft anschauen, in der sich der CEO entschuldigte. Danach sollten die Menschen in beiden Gruppen eine Investitionsentscheidung treffen. Die "Videogruppe" machte deutlich höhere Investments in das Unternehmen als die "Textgruppe".

Viele Firmen sind sich der Video-Power bewusst. Die Konsequenz: Viele Firmen nutzen das Medium im Internet, um mit Zielgruppen zu kommunizieren. Doch nicht jede Firma setzt ihren CEO gleich gut in Szene. Seit 2006 untersucht die Agentur CEO Positions jedes Jahr 100 Top-Unternehmen, wie gut sich die Firmenbosse vor der Kamera geben. Pro Firma werden 25 Kriterien beachtet: Wie wird der CEO präsentiert? Text? Audio? Video? Welche Formate sind in Benutzung? Welche Anlässe werden gefilmt? Nur das AGM (wenn überhaupt) oder auch Quartalsergebnisse? Wie wird Social Media eingebunden? Gibt es eigene Videochannels?

Schweizer Firmen schneiden im europäischen Vergleich besonders gut ab. Die Schweiz belegt Rang 3 bei Web-Video. Die Pharmakonzerne Roche und Novartis heben sich laut Studie positiv durch "best-practices" hervor. Bei den Branchenergebnissen liegen die Capital Goods Unternehmen vorn. Eine weniger gute Falle machen ausgerechnet Kommunikationsfirmen. Sie liegen unter dem Durchschnitt.

Weitere Resultate im Video von CEO Positions