08.11.2018

Digitale Transformation

Farner eröffnet Innovation Lab in Zürich

«Alle unsere 140 Mitarbeiter können das Lab allen unseren Kunden zugänglich machen», sagt Farner-Chef Roman Geiser. Besonders die Technologie Voice-as-an-Interface stosse bereits auf grosses Interesse.

Farner eröffnet am 29. November ein Innovation Lab an der Löwenstrasse 2, «um gemeinsam mit Kunden in Pilotprojekten bessere Markenerlebnisse an der Schnittstelle zwischen Technologie, Design und Marketing zu entwickeln», wie die Agentur in einer Mitteilung schreibt. So könnten die Kunden die komplett neuen Möglichkeiten im Rahmen interdisziplinärer Pilotprojekte ausprobieren, Prototypen testen und strategisch relevante Erfahrungen für die Zukunft sammeln.

Das Farner Lab, welches aktuell noch im Bau ist (siehe Bilder unten), sei das «erste nutzbare und vollständig einsatzbereite Innovation Lab einer Schweizer Kommunikationsagentur». Bei der Eröffnung am 29. November sollen sich Kunden mit den Partnern des Lab über die strategischen Anwendungen der neuen Technologien austauschen. Zudem gewährt Farner einen Einblick in die Ergebnisse der gemeinsamen Studie mit der Universität Luzern zu Voice-as-an- Interface und zeigt die Chancen der Technologie sowie realistische Zukunftsszenarien auf. Die ersten Projekte finden in Voice-as-an-Interface, Augmented Reality/Virtual Reality und Artificial Intelligence statt, schreibt die Agentur. Zu den strategischen Partner gehören die Universität Luzern, 89grad und Viable (Voice-as-an-Interface), Bandara und 360 WeAre (AR/VR), 4Quant (AI), Hiversity, evitive und United Expeditions (kollaborative Innovations- und Projektprozesse).

Roman Geiser

Herr Geiser, Sie lancieren «das erste Innovation Lab einer Schweizer Kommunikationsagentur». Westhive oder Hinderling Volkart kommen uns spontan in den Sinn, die ebenfalls ein Innovation Lab aufgebaut haben. Inwiefern ist Farner hier aber trotzdem ganz vorne?
Mit dem Farner Lab verfolgen wir einen anderen Ansatz als die von Ihnen genannten Agenturen. Wir entwickeln Prototypen und Pilotprojekte für Marketing und Kommunikation in dafür vollständig eingerichteten Räumlichkeiten. Die Kunden wirken aktiv am Entwicklungsprozess mit und können die neuen Technologien auch direkt ausprobieren und erstmals anwenden. So machen wir technologische Innovationen konkret erleb- und umsetzbar. Nach unserem Verständnis hat Westhive ein «Innovation Ecosystem» entwickelt, das zurzeit vor allem aus mehreren Co-Working Spaces besteht. Hinderling Volkart erarbeiten in Workshops mit ihren Kunden digitale Strategien und betreiben ebenfalls einen Co-Working Space.

Wie viele Mitarbeiter arbeiten für Ihr Innovation Lab?
Urs Bucher ist Head of Farner Lab. Mit im Kernteam sind Daniel Jörg (Partner, Head of Digital Marketing & Research), Christoph Emch (Head of Content Marketing & Storytelling) und Markus Maurer (Digital Coach & Quality Manager). Das Lab ist darüber hinaus ein fest integrierter Teil der Gesamtagentur, so dass alle 140 Mitarbeitenden das Farner Lab allen unseren Kunden zugänglich machen können. Ausserdem spannen wir mit Partnern aus Wissenschaft und Technologie zusammen. Zudem stehen wir kurz vor dem Abschluss mit einem Partner im Bereich Neuromarketing und Verhaltensökonomie.

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Mit welchen Firmen respektive Kunden haben Sie bereits Tests durchgeführt?
Ich gebe Ihnen drei Beispiele: Stellen Sie sich ein Schweizer Medienunternehmen vor, das den Bereich Voice-as-an-Interface kennenlernen will. Oder ein börsenkotiertes Schweizer Unternehmen, das seinen Geschäftsbericht neu mit Augmented-Reality-Elementen interaktiv gestalten will. Oder den von uns produzierten AR-Facebook-Filter von McDonald’s.

Was waren die Erfahrungen und Erkenntnisse dabei?
Grundsätzlich stellen wir fest, dass der Wunsch, sich über konkrete Anwendungen einen Wissensvorsprung anzueignen und «First Mover» zu werden, heute immer stärker wird. Viele Unternehmen reden über die neuen Möglichkeiten, kennen den Weg zur Umsetzung aber noch nicht. Genau dort setzt das Farner Lab an.

Die ersten Projekte finden in Voice-as-an-Interface, Augmented Reality/Virtual Reality und Artificial Intelligence statt, heisst es in der Mitteilung. Welche dieser Technologien beschäftigt Sie und Ihre Kunden derzeit besonders?
Am meisten Resonanz löst das Thema Voice-as-an-Interface aus, dicht gefolgt von Augmented Reality.

Was bedeutet Voice-as-an-Interface?
Hier geht es darum, relevante Inhalte für Sprachwiedergaben wirkungsvoll aufzubereiten, aber auch um neue Werbemöglichkeiten auf Streaming-Plattformen wie Spotify und um SEO/SEM spezifisch für «voice-based content search». Die Schwelle für den strategischen Einsatz von Augmented Reality wird immer tiefer: Die Akzeptanz bei den Endkunden für AR-Anwendungen steigt und die Kosten für AR-Projekte nehmen ab. So wird dieser Trend für immer mehr Marken und Unternehmen ein spannendes, lohnenswertes Innovationsfeld.

Welche Ziele verfolgen Sie mit dem Lab: Wo wird es in drei Jahren stehen?
Wir gestalten mit unseren Kunden die besseren Marken- und Kommunikationserlebnisse an der Schnittstelle zwischen Technologie, Design und Marketing und prägen über strategische Pionieranwendungen den technologischen Wandel aktiv mit. Das Lab verkörpert auch unseren forschenden, kollaborativen Ansatz in der Beratung sowie in der Zusammenarbeit. Auch in drei Jahren wird das Farner Lab der Ort sein, wo die Zukunft von Marketing und Kommunikation stattfindet.  

Der Eröffnungsanlass am 29. November ist öffentlich. Interessierte können sich auf farner.ch anmelden. (pd/eh)



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