Mediapulse darf aufgrund der superprovisorischen Verfügung (persoenlich.com berichtete) bis auf Weiteres keine Zahlen aus den Fernsehquoten-Messungen veröffentlichen und beruft deswegen 2013 keine Jahreskonferenz ein. Im Rahmen der Konferenz wäre das Geschäftsbericht für das vergangene Jahr vorgestellt worden, stattdessen wurde dieser direkt auf der Website des Unternehmens publiziert. persoenlich.com fasst wichtige Eckdaten zusammen:
Der Betriebsertrag konnte auf 18.4 Millionen Franken erhöht werden. Davon wurden 70 Prozent im Fernseh- und 28 Prozent im Radiobereich generiert. Damit sei das Betriebsbudget im Bereich Fernseh "erfreulicherweise leicht übertroffen worden" und jener beim Radio sei eingehalten. Das betriebliche Ergebnis blieb gegenüber dem Vorjahr mit 0.9 Millionen Franken gleich. Das bereinigte Jahresergebnis beläuft sich auf 706'000 Franken. Zu verdanken sei dieser Umstand der strengen Kontrolle der Ausgaben sowie einem gezielten Einsatz knapper Ressourcen.
Das Eigenkapital beträgt bei einer totalen Bilanzsumme von 10.8 Millionen Franken 4.9 Millionen Franken und spricht für ein solides Finanzverhältnis (Eigenfinanzierungsgrad von 45.8 Prozent). Dieses ist laut Jahresbericht auch den Bundesbehörden zu verdanken, die das Unternehmen durch Auflösung von Rückstellungen finanziell unterstützt haben. Die erhöhten Beiträge der Eidgenossenschaft sind des Weiteren das Resultat von höheren Investitionen im Radiobereich und von der Verkürzung der Abschreibungsdauer auf Ende 2012 im Fernsehbereich.
Laut dem Geschäftsbericht profitierte die Mediapulse Gruppe ausserdem davon, dass zunehmend "ausländische TV-Sender mit adjustierten Werbefenster in der Schweiz senden und somit ein wachsender Wissensbedarf an deren Einschaltquoten besteht." Aus diesem Grund erhöhten sich die Kundenerträge im Kerngeschäft (insbesondere Veranstalter und Vermarkter) um rund 481'000 Franken.
Marco de Stoppani, Präsident von Mediapulse, bezeichnet das vergangene Jahr im Vorwort zum Geschäftsjahr als intensiv, turbulent an der Front, aber erfolgreich. Das Jahr 2012 war für das Utnernehmen ein arbeitsintensives, welches von den "Vorbereitungen für die Veränderungen, die ab 2013 in Kraft traten", geprägt war. Das Unternehmen ist hinsichtlich einer Lösungsfindung im Quoten-Debakel zuversichtlich. (lf)

