08.06.2006

Studie

Gute Arbeitsmarktchancen für Wirtschaftskommunikatoren

Situation der HSW-Absolventen untersucht.

Um ein repräsentatives Bild über Berufseinstieg, Arbeitsmarktchancen und später Berufskarrieren ihrer Absolventinnen und Absolventen zu bekommen, hat die HSW Luzern diesen Frühling erstmals all jene befragt, die letzten Herbst ihr Studium in Betriebsökonomie, Wirtschaftskommunikation oder Wirtschaftsinformatik abgeschlossen hatten. Rund 130 Personen beteiligten sich an der Umfrage; das entspricht einem Anteil von 64 Prozent.

102 Personen waren zum Zeitpunkt der Befragung (Februar 2006) bereits erwerbstätig, 19 befanden sich noch auf Stellensuche, 6 weilten im Ausland oder verfolgten andere Pläne. Von den 102 bereits erfolgreichen Studienabgängern fanden die meisten (83 Prozent) innerhalb von 3 Monaten eine Stelle, die ihre Erwartungen ganz oder teilweise entsprach, ab und zu sogar übertraf. Über 50 Prozent der HSW-Alumnis bleiben auch nach ihrem Studium in der Zentralschweiz, 46 Prozent zieht es für die erste Stelle in die übrige Schweiz und nur wenige ins Ausland.

Ein leicht differenziertes Bild zeigt sich nach Studiengängen: Während praktisch alle Wirt-schaftsinformatiker bereits eine Stelle gefunden hatten, waren es bei den Betriebsökonominnen noch gut 80 Prozent und bei den Wirtschaftskommunikatoren, die Tätigkeiten im Bereich Marketing, Unternehmenskommunikation oder Journalismus anstreben, 71 Prozent.

Höhe des Lohns spielt bei erster Stelle untergeordnete Rolle

Über 80 Prozent der Absolventinnen und Absolventen arbeiten in einem Dienstleistungsunter-nehmen oder im Handel, nur 14 Prozent in einem Industrieunternehmen. Angesichts der betriebs-ökonomisch fundierten Studiengänge erstaunt dies nicht. Die Tätigkeiten verteilen sich auf die unterschiedlichsten Branchen, angefangen von den Banken/Versicherungen über Personal- und Unternehmensberatung, Marketing/Werbung, Medien, Bildung, EDV/IT oder Tourismus bis zur öffentlichen Verwaltung.

Eine Mehrheit arbeitet in Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden. Befragt nach den Krite-rien, welche den Absolventen bei der Stellenwahl wichtig sind, so überwiegen nicht-monetäre Aspekte wie "interessante, herausfordernde und verantwortungsvolle Tätigkeit", "selbstständige Arbeitsgestaltung", "Betriebsklima" oder "Möglichkeit der Teamarbeit". Die Aussicht, viel zu verdienen oder weiter aufzusteigen, spielt hingegen bei der Wahl der ersten Stelle eine unterge-ordnete Rolle.

Am meisten suchten Stellen übers Internet Am häufigsten wurde nach einer Stelle übers Internet gesucht, dicht gefolgt von Stelleninseraten in Zeitungen und an dritter Stelle der Vermittlung über eine Personalberatung. Zwei Drittel der Absolventinnen und Absolventen schrieben zwischen 1 bis 15 Bewerbungen, wurden bis zu 4 Vorstellungsgesprächen eingeladen und konnten aus 1 bis 2 Stellenangeboten auswählen.


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