16.03.2011

Studie

Klassische Medien weiterhin zentral

Blogger werden immer wichtiger.

Die Worldcom Public Relations Group, weltweit führendes Netzwerk von inhabergeführten unabhängigen PR-Agenturen, gab am Mittwoch die Ergebnisse ihrer aktuellen PR-Trend-Umfrage in Europa bekannt.

Die Studie zeigt Gemeinsamkeiten innerhalb der europäischen Länder auf. So halten alle Agenturen Tageszeitungen für wichtige Medien bei Produkteinführungen. Auch waren sich alle Agenturen einig, dass Nachrichtenagenturen, Publikumszeitschriften, Fernsehen und Radio sowie Blogger bei Produkteinführungen in den Aktivitäten-Mix aufgenommen werden sollten. Speziell bei Mode- und Kosmetikvorstellungen können Blogger teilweise wichtiger als Tageszeitungen sein.

Einzelgespräche sind wichtig

Besucht der Kunde das Land der Agentur zum ersten Mal und verfügt nicht über eine lokale Präsenz, empfehlen die befragten PR-Spezialisten vor allem Einzelinterviews oder ein Treffen zum Frühstück oder Mittagessen mit einer Gruppe von lokalen Top-Medien. Allerdings unterscheiden sich die einzelnen europäischen Regionen hier: Agenturen in Südeuropa würden eine Pressekonferenz in einer Stadt organisieren, raten aber von Social Events ab, während Westeuropäer gerne auf das Tool der Pressetour zurückgreifen. In Nordeuropa empfehlen die PR-Profis entweder ein Frühstück oder Mittagessen oder ein Social Event. Agenturen in Osteuropa hingegen raten ihren Kunden zu Pressekonferenzen in mehr als einer Stadt.

Medienkonferenzen: Grosse Unterschiede zwischen Themen

Pressekonferenzen, bei denen Endverbraucher-Produkte vorgestellt werden, sind in ganz Europa am besten besucht (durchschnittlich 24 Teilnehmer). Veranstaltungen im Bereich Pharmazie locken die wenigsten Teilnehmer an (weniger als zehn). Hier gibt es allerdings von Land zu Land grosse Unterschiede. So kommen etwa 20 Journalisten zu einer Pressekonferenz im Technologiebereich in Süd- und Osteuropa. In Nord- und Westeuropa kommen durchschnittlich weniger als zehn. Bei Endverbraucher-Produkten reicht die Zahl von zirka 40 Teilnehmern in Südeuropa bis hin zu weniger als fünf Teilnehmern in Nordeuropa.

In Südeuropa sind die Journalisten weniger bereit zu Meetings und Messen zu kommen, wenn die Reisekosten dazu nicht übernommen werden. In Nordeuropa hingegen würden 4 von 10 Redakteuren auch ohne Übernahme der Kosten zum Event anreisen. In den meisten Ländern so die Worldcom-Agenturen, müssen Pressemitteilungen unbedingt in die jeweilige Landessprache übersetzt werden. Nur Portugal war hier eine Ausnahme: Hier möchten die Journalisten die Pressemitteilung lieber auf Englisch erhalten statt zum Beispiel auf brasilianischem Portugiesisch.

Facebook vor allem in Osteuropa beliebt

Facebook als Plattform für B2B-Kampagnen empfehlen 29,4 Prozent der befragten Agenturen. Dieses Tool ist vor allem in Osteuropa beliebt. Dort unterstützen 75 Prozent der Agenturen eine solche Kampagne, wohingegen dies in Nordeuropa auf keinem Fall zu empfehlen ist. Die Mehrheit aller PR-Agenturen (70,6 Prozent ) gab an, dass Twitter von weniger als 25 Prozent der Redakteure im jeweiligen Land als professionelles Tool genutzt wird.

Weitere Informationen zur Studie sind auf worldcomgroup.com zu finden.


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen