Die Klaus J. Stöhlker AG gibt Umsatz- und Gewinnzahlen traditionsgemäss nicht bekannt. Die Unternehmensberatung für Öffentlichkeitsarbeit ist für den Abschluss des Geschäftsjahres 2004 aber zuversichtlich. "Die Langfrist-Mandate sind auf dem Stand der Vorjahre geblieben", erklärte Stephan Oehen, Geschäftsführender Partner. "Überdurchschnittlich zugenommen haben die Aktionsmandate." Ursache dafür sei der weiterhin steigende Druck, dem Unternehmen und politische Organisationen ausgesetzt seien.
Die Krise der Schweizer Wirtschaft und Politik sei mehr eine Krise der Kommunikation denn ein reales Versagen. Gemessen an den Leistungen der Nachbarstaaten, sei die Schweiz weiterhin ein überdurchschnittlich erfolgreiches Land, das jedoch zunehmend an kommunikativen Defiziten leide.
Der Druck auf die Unternehmen und politischen Organisationen, so gibt sich das Unternehmen überzeugt, nehme auch im kommenden Jahr laufend zu. Druck bedeute in der Kommunikation, Angriffen entgegenzutreten oder die Effizienz der geplanten Massnahmen weiter zu steigern.
Die Marktmacht der Schweizer KMU sei nicht zu unterschätzen. Sie würden sich im schwächelnden Binnenmarkt schwer tun, da die Werbekosten in kurzer Zeit grosse Budgets vernichten würden, die in einem KMU normalerweise nur einmal im Jahr zur Verfügung stehen und eingesetzt werden können. So werde aus Werbung und Kommunikation ein Glücksspiel, wo nur die wirklich Professionellen oder Zufallssieger eine Überlebenschance hätten.
Mehrheitlich würden KMU in einen Aktionismus gedrängt, der in der Schweiz mangels Alternativen zunehmen werde. Das wirkliche Hemmnis vieler KMU-Unternehmer seien meist sie selbst. Die gewohnte Schweizer Zurückhaltung aus Angst vor der Öffentlichkeit sei gerade in den KMU allgegenwärtig.
Klaus J. Stöhlker, Delegierter der Klaus J. Stöhlker AG und weiterhin im operativen Geschäft tief verankert, wird im Frühjahr 2005 sein neues Buch "Denken Reden Handeln - Für Euro-Kommunikation gegen US-Marketing" bei Orell Füssli veröffentlichen. Darin empfiehlt er anhand zahlreicher Fallbeispiele, die US-amerikanischen Marketingtechniken nicht ungeprüft zu übernehmen.
Sie würden nur den allerstärksten Firmen dienen und führten bei den anderen zum Niedergang und letztlich zur Aufgabe oder Übernahme. Dem stellt er sein ganzheitliches Modell der Euro-Kommunikation gegenüber, wie sie heute von Unternehmen wie Porsche, der Swatch Group, Swarovski und vielen anderen praktiziert werde.

