11.02.2009

USA

Pentagon beschäftigt 27'000 PR-Berater

Chefredaktor der Nachrichtenagentur AP kritisiert Druck auf Reporter.

Unter Präsident Bush wurde die Propagandaabteilung des amerikanischen Verteidigungsministeriums gewaltig ausgebaut. Um das Image der USA zu polieren, seien über 27'000 Personen beim Pentagon ausschliesslich mit der Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt, berichtet Tagesanzeiger.ch/Newsnetz und stützt sich dabei auf Aussagen des Chefredaktors der amerikanischen Nachrichtenagentur AP, Tom Curley. Dieser referierte am Wochenende vor Journalisten über den Druck, den das Verteidigungsministerium auf Berichterstatter in Kriegsgebieten ausübt. Curley spricht von Drohungen ranghoher Generäle, die AP zu ruinieren, falls die Reporter sich weiterhin an die journalistischen Prinzipien halten würden.

Jährlich koste die PR-Maschinerie des Militärs die Steuerzahler 4,7 Milliarden Dollar. Eine eigentliche PR-Zentrale befindet sich gemäss dem AP-Chef auf einem früheren Luftwaffen-Stützpunkt in San Antonio, Texas. Dort würden Berichte geschrieben, welche dann unter falscher Quellenangabe der Presse zugespielt werden. Allein für das Jahr 2009 sei der Versand von 5400 Medienmitteilungen, 3000 Fernsehspots und 1600 Rundfunkinterviews geplant, so Curley weiter.


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