27.04.2007

Krawalle nach FCB-FCZ

Polizisten kritisieren Öffentlichkeitsarbeit

Vorfälle wurden verharmlost.

Nach den Krawallen beim Fussballspiel zwischen dem FCB und dem FCZ hat sich die Stimmung in der Basler Polizei weiter verschlechtert. Dem Sicherheitsdepartement (SiD) wird vorgeworfen, in seiner Kommunikation die Vorfälle verharmlost zu haben.

Nach dem Match vom letzten Sonntag hatte das SiD sein Communiqué zum Polizeieinsatz unter den Titel "Ein nicht ganz problemloser Fussballnachmittag" gesetzt. In der Mitteilung war unter anderem von "unschönen Szenen" die Rede. Dass dabei Polizisten um ihr Leben bangten, wurde nicht erwähnt, kritisierte Andrea Hauri, Präsidentin des Basler Polizeibeamtenverbands, am Freitag gegenüber der SDA.

Über die verharmlosende Öffentlichkeitsareit des SiD seien bei ihr schon am Tag nach dem Match kritische Anrufe aus dem Korps eingegangen, sagte die Polizeigewerkschafterin. Im Lauf der Woche hätten sich die negativen Reaktionen gehäuft. Auch an einer Personalkommissionssitzung sei die Medienmitteilung des SiD ein Thema gewesen.

30 Polizisten eingekesselt

Um ihr Leben gebangt haben jene rund 30 Polizisten, die nach dem Match Zürcher Fans im Stadion zurückhalten mussten, bis diese den Extrazug besteigen konnten. Die Polizisten wurden von rund 300 bis 400 Personen eingekesselt, bedrängt und teils gar getreten, wie ein beteiligter Polizist anonym in der "Basler Zeitung" vom Freitag die Situation beschrieb, die einige Polizisten traumatisiert habe.


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