12.07.2006

Studie

PR-Agenturen geraten unter Ertragsdruck

Schwierige Ertragslage führt zu Qualitätsverlust.

In Deutschland drängen die Auftraggeber von PR-Agenturen darauf, dass die Preise für PR-Dienstleistungen sinken. Der Margendruck wirkt sich oft auf die Qualität der PR-Agenturen aus. Die Folge: Die Auftraggeber sparen, riskieren jedoch Einbussen im Leistungsniveau ihrer Dienstleister.

Etwa die Hälfte der ertragsschwachen PR-Agenturen greifen vermehrt auf freie Mitarbeiter zurück. Etwa jede dritte Agentur setzt verstärkt preiswerte Arbeitskräfte, wie beispielsweise Praktikanten, ein, um Forderungen nach sinkenden Kosten erfüllen zu können. In mehr als 44 Prozent der Fälle wird das Zeitbudget pro Projekt gekürzt. Bei jeder fünften PR-Agentur führt eine schwierige Ertragslage direkt zu Qualitätsverlusten, so die Ergebnisse der aktuellen Studie "PR-Trendmonitor" von Faktenkontor und news aktuell.

Knapp 40 Prozent aller Unternehmen beschäftigen eine PR-Agentur. Bei mehr als jedem fünften dieser Unternehmen ist das Auftragsvolumen an die PR-Agentur seit 2005 um teilweise mehr als 20 Prozent zurückgegangen. Vor allem in kleinen Betrieben mit bis zu 50 Mitarbeitern ist das PR-Budget um mehr als ein Fünftel gesunken.

Kürzungen des Budgets haben in erster Linie weniger Aufträge an die Agenturen zur Folge. In beinah jedem dritten Fall wird von den Unternehmen intensiver nachverhandelt. Bei einem Viertel der vergebenen Aufträge ist die Auftragshöhe gesunken. In zehn Prozent der Fälle konnte ein Rabatt mit der PR-Agentur vereinbart werden.



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