Der Bund Schweizer Public Relations Agenturen (BPRA) setzt sich für eine transparente und professionelle Interessenvertretung von Firmen, Verbänden und NPO ein. Anlässlich ihrer Mitgliederversammlung haben die Agenturen einstimmig ein Positionspapier verabschiedet, welches ein klares Bekenntnis zur Transparenz beim Lobbying ablegt: Der BPRA befürwortet darin eine offizielle Akkreditierung für Lobbyisten, ein öffentlich einsehbares Lobbyisten-Register sowie die Offenlegung der beim Lobbying vertretenen Mandate.
"Die Lobbying-Unterstützung durch Kommunikationsagenturen wird durch Unternehmen und Verbände in der Schweiz immer mehr nachgefragt, sagt Roman Geiser, Präsident des BPRA und CEO von Farner Consulting. "Gleichzeitig ist der Trend zu Standardisierung und Professionalisierung des Lobbying-Angebotes feststellbar. Dazu gehört auch, dass sich die Kommunikationsbranche den ethischen und politischen Fragen zur eigenen Rolle und zur Transparenz stellt.
"Zudem ist es an der Zeit, professionelle politische Interessenvertretung in der Schweiz als Realität anzuerkennen, sagt Andreas Hugi, Managing Partner von Furrer.Hugi&Partner und Leiter Public Affairs Chapter des BPRA. "Diese schmälert keineswegs die Position und das Ansehen des politischen Systems. Sie leistet vielmehr, wenn sie transparent und offen erfolgt, einen wichtigen Beitrag zur politischen Debatte und Meinungsbildung".
Das BPRA-Positionspapier zur Lobbytransparenz konzentriert sich auf Transparenzmass-nahmen in der politischen Interessenvertretung durch externe Berater auf eidgenössischer Ebene. Das Positionspapier kann unter www.bpra.ch heruntergeladen werden. (pd)

