08.12.2018

Uvek

Sprecherin Annetta Bundi blickt zurück

«Doris Leuthard war eine sehr engagierte und warmherzige Chefin», sagt die Uvek-Sprecherin im Interview mit der «Schweiz am Wochenende».
Uvek: Sprecherin Annetta Bundi blickt zurück
Doris Leuthard in Begleitung ihrer Kommunikationsbeauftragten Annetta Bundi (rechts) am 27. September 2018, kurz vor der Rücktrittserklärung. (Bild: Keystone/Peter Schneider)

Nach dem Rücktritt von Doris Leuthard als Bundesrätin ist auch die Zukunft ihrer engsten Mitarbeiter ungewiss – darunter diejenige von Annetta Bundi. Bundi arbeitet seit fast zehn Jahren für Leuthard, davor war sie für verschiedene Zeitungen als Politjournalistin tätig. In einem Interview, das die «Schweiz am Wochenende» vor rund einem Monat geführt und in der aktuellen Graubünden-Ausgabe publiziert hat, schaut Bundi zurück.

Sie habe «sehr gerne» mit Bundesrätin Leuthard zusammengearbeitet, aber sie habe auch grösstes Verständnis, dass sie gesagt hatte: «Jetzt ist es gut.» Denn der Job als Bundesrätin sei von früh morgens bis spät abends «extrem anspruchsvoll».

Die Medienministerin sei eine «sehr engagierte und warmherzige Chefin» gewesen. Sie habe Menschen gern. «An Podiumsdiskussionen etwa trauten sich die Zuhörer oft nicht, in aller Öffentlichkeit eine Frage zu stellen, suchten danach aber das Gespräch mit ihr. Dieses Feedback war ihr wichtig, und dabei merkten die Menschen sofort, dass da jemand ist, der sich nicht verstellt», sagt Bundi.

Im Gegensatz zu früher als Journalistin sei als Uvek-Sprecherin die Perspektive eine andere. Früher hätte sie die Geschäfte erst gesehen, wenn sie auf dem Tisch lagen. Im Departement hingegen sei man oft bereits bei der ersten Idee dabei, wenn die Ausgangslage besprochen und nach Lösungen gesucht werde und die Arbeiten innerhalb der Verwaltung vertieft werden. Danach werden verschiedene Varianten analysiert. Und man wisse: «Jede Variante hat ihre Vor- und Nachteile, und unsere Entscheidung kann auf Kritik stossen. Davon sollte man sich aber nicht zu fest beirren lassen. Es gehört dazu, dass eine Entscheidung kontrovers diskutiert, bewertet und journalistisch eingebettet wird. Dies trägt letztlich dazu bei, die Schweiz vorwärtszubringen», so Bundi.

Seit 2009 arbeitet Bundi für Doris Leuthard. Zuerst war sie Mediensprecherin im Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement. Als es 2011 zur Departements-Rochade kam, wechselte Bundi mit der Bundesrätin ins Uvek, wo sie seither stellvertretende Leiterin des Informationsdiensts ist. (eh)



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