05.07.2006

Studie

Transparente IR beeinflusst Aktienkursentwicklung

Schweizer kommunizieren selektiver als Deutsche.

Mehr als die Hälfte der Schweizer Unternehmen sehen in einer transparenten Investor Relations und Unternehmensberichterstattung einen Zusammenhang mit einer positiven Aktienkursentwicklung. Trotzdem wollen 89 Prozent der Unternehmen zusätzliche Informationen vor allem dann kommunizieren, wenn diese aus Sicht des Unternehmens nützlich sind. Eine grosse Herausforderung für die Unternehmen stellen die steigenden Anforderungen an Umfang und Aktualität der Informationen dar. Dies sind einige der Erkenntnisse, die aus der Studie "Investor Relations und Corporate Reporting bei börsenkotierten Unternehmen in der Schweiz 2006" von PricewaterhouseCoopers und Kirchhoff Consult hervorgehen.

Die Studie zeigt auf, dass dem Zusammenhang zwischen Transparenz in der Unternehmensberichterstattung und dem positiven Einfluss auf die Kursentwicklung misstraut wird. Obschon empirische Befunde belegen, dass eine erweiterte Offenlegung, insbesondere wertrelevanter Kennzahlen, zu einer Erhöhung des Aktienwertes und zu einer Verringerung der Volatilität des Aktienkurses führt. 57 Prozent der Unternehmen nennen als Bedingung für eine Verbesserung der Transparenz in der externen Berichterstattung die nachgewiesene positive Wirkung auf das Unternehmen.

Auf die Frage nach ihrem zukünftigen Kommunikationsverhalten unterscheiden sich die Schweizer von den deutschen Unternehmen. 89 Prozent der Schweizer Unternehmen wollen in Zukunft zusätzliche Informationen kommunizieren, wenn sie nach Ansicht des Unternehmens nützlich sind. In Deutschland sehen 60 Prozent der Unternehmen dies ebenso. Allerdings wollen in Deutschland 62 Prozent der Unternehmen den Informationsbedarf antizipieren. In der Schweiz sind dies nur 40 Prozent.

Budget ist Massstab

Ein Massstab für die Bedeutung der IR-Arbeit im Unternehmen ist die Höhe der zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel. Die Höhe der angegebenen IR-Budgets liegt zwischen 0,02 Mio. Franken und 3 Mio. Franken pro Jahr. Die Studien-Ergebnisse zeigen zudem, dass das IR-Budget in den letzten drei Jahren abgenommen hat. Im Jahr 2003 waren es noch 32 Prozent der Unternehmen -- also 10 Prozentpunkte mehr -- die für IR-Ausgaben mehr als 1 Mio. Franken vorgesehen hatten. Bei der Frage, wie sich die IR-Aktivitäten zukünftig entwickeln werden, erwarten 47 Prozent der befragten Unternehmen eine Zunahme der IR-Aktivitäten -- mit einem Rückgang rechnet kein Unternehmen.



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