29.03.2025

Bundesverwaltung

VBS baut Kommunikation trotz Spardruck weiter aus

Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hat seine Kommunikationsabteilung auf über 105 Vollzeitstellen ausgebaut. Das stösst in der Politik auf Kritik, wie die SonntagsZeitung berichtet.

Die Kommunikation des Verteidigungsdepartements kostet inzwischen pro Jahr 24,5 Millionen Franken. Das ist ein Viertel des gesamten Kommunikationsbudgets des Bundes, wie die SonntagsZeitung in ihrer aktuellen Ausgabe schreibt. Insgesamt zählt die VBS-Kommunikation heute 105,8 Vollzeitstellen. Das steht in der jüngst veröffentlichten Staatsrechnung.

Der Ausbau erfolgt in einer Zeit, in der die Zeichen auf sparen stehen. Daher stösst diese Entwicklung auf Kritik. Die Sonntagszeitung zitiert SVP-Nationalrat Roman Bürgi, der die Zahlen als «erschreckend» bezeichnet. FDP-Ständerat Josef Dittli sieht «eindeutig Sparpotenzial», so das Tamedia-Blatt.

Die Kommunikation des VBS umfasst zahlreiche Kanäle, darunter aufwendig produzierte Videos, einen Podcast mit Armeechef Thomas Süssli, das Mitarbeitermagazin «Defensio» und ein eigenes Medienproduktionszentrum für elektronische Medien.

Neben dem Umfang wird auch die Art der Kommunikation kritisiert. SP-Nationalrat Fabian Molina bemängelt, dass die Kommunikation des VBS oft eher werblichen als informativen Charakter habe.

Lorenz Frischknecht, stellvertretender Kommunikationschef des VBS, verteidigt den hohen Personalbestand mit dem Verweis auf die gesetzliche Informationspflicht und die Grösse des Departements. Er betont, dass regelmässig Einsparmöglichkeiten geprüft würden und die Kommunikation «so zweckmässig wie möglich» erfolge. (pd/nil)


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