18.10.2006

Schweiz

Vermarktung im Ausland soll zentralisiert werden

Drei PR-Institutionen sind betroffen.

Die vom Bund finanzierte Vermarktung der Schweiz im Ausland soll in einer einzigen Organisation zusammengefasst werden. Der Bundesrat hat die Vernehmlassung über die Fusion von Präsenz Schweiz, Schweiz Tourismus und Location Switzerland eröffnet. Mit der Zusammenführung der drei PR-Institutionen in eine neue öffentlich-rechtliche Bundesanstalt soll laut Bundesrat eine Organisation geschaffen werden, welche über die notwendige Grösse und genügend Mittel verfügt, die Schweiz im Ausland gezielt zu vermarkten.

Keine Superorganisation

Im Entwurf für ein neues Bundesgesetz über die Schweizerische Landeswerbung nimmt der Bundesrat allerdings Abstand von einer Superorganisation, in der auch die Aussenhandelsorganisationen einbezogen werden. Die Fusion von öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Organisationen sei schwierig, heisst es dazu. Der Bundesrat schlägt deshalb die Bildung von zwei Gesellschaften vor. Die im Bereich Aussenhandel tätigen Institutionen wie Osec, Sofi und Sippo sollen in einer Gesellschaft für Aussenwirtschaft zusammengeführt werden. Dazu braucht es laut Bundesrat aber keinen Erlass neuer gesetzlicher Bestimmungen.

Verwaltungskosten reduzieren

Präsenz Schweiz, Schweiz Tourismus und Location Switzerland verfügen heute zusammengerechnet über ein Budget von rund 60 Millionen Franken. In einer vom Nationalrat überwiesenen Motion wurden Einsparungen von 20 Prozent der Verwaltungskosten verlangt. Heute betragen diese Kosten 8,75 Millionen Franken. Weil bei der geplanten Fusion Transformationskosten von 3 bis 5 Millionen Franken entstehen, werde sich das verlangte Sparziel erst nach der operationellen Umsetzung der Reorganisation realisieren lassen, schreibt der Bundesrat.


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