04.07.2022

Mcqueen Films

Werbefilm und Eigenproduktion unter einem Dach

Der Name Who's mcqueen picture verschwindet in der Schweiz. Mcqueen Branded zeichnet künftig für Auftragsfilme verantwortlich, Mcqueen Film & TV für non-fiktionale und fiktionale Stoffe.
Mcqueen Films: Werbefilm und Eigenproduktion unter einem Dach
Philipp Petersson leitet Mcqueen Film & TV und Clemens «Kalle» Petersson Mcqueen Branded. (Bild: zVg)

Unter dem Namen Who’s mcqueen picture wurden in den letzten zwölf Jahren Werbefilme produziert, Eigenproduktionen hingegen von der Tochterfirma «Box Elder Entertainment». Nun werden die beiden Departments unter der neugeschaffenen Dachmarke Mcqueen Films vereint, wie es in einer Mitteilung heisst. Mcqueen Branded wird künftig für Auftragsfilme verantwortlich zeichnen, Mcqueen Film&TV für non-fiktionale und fiktionale Stoffe. Die Kooperation mit dem Berliner Namenspartner wird aufgelöst.

Die Zusammenführung der beiden Filmsparten unter das Markendach Mcqueen Films sei mehr als eine blosse Namensänderung, heisst es weiter. Der Fortschritt bei digitalen Technologien und die wachsende Bedeutung von sozialen Medien eröffne auch der Filmindustrie neue Wege und Synergien.

Über Digital Content hinaus

Der stete Wandel hat die technischen Möglichkeiten, Filme zu produzieren, mehr oder weniger frei verfügbar gemacht. Umso mehr käme es auf das kreative Genie an: die Idee, die professionelle Expertise, den Pool an Talenten. Nur unter diesem Zusammenschluss könne mit kalkulierbarer Wahrscheinlichkeit eine zündende Kampagne entstehen, heisst es. Der Werbefilm, die Königsdisziplin für emotionale Markenbotschaften, werde damit zusehends multidimensional: Genres verschmelzen, neue entstehen – und der Auftragsfilm nähert sich dem non-fiktionalen und fiktionalen Genre.

Hier setzt Mcqueen Branded unter der Leitung von Executive Producer und Partner Clemens «Kalle» Petersson an: «Egal in welcher Konstellation man für ein Projekt zusammenkommt, das Vertrauen in die Idee und in die jeweiligen professionellen Partner sind ausschlaggebend für dessen Erfolg.»

Das Buzzword bei Mcqueen Films heisst denn auch nicht Digital Content, sondern Branded, «denn das bietet viel mehr Freiraum, als nur im digitalen Bereich unterwegs zu sein und sich beim pragmatischen Begriff Content behaften zu lassen.

Mcqueen Branded möchte diese Genregrenzen erweitern. Das ist keine Verabschiedung vom Werbefilm, im Gegenteil: Man möchte vielmehr die Möglichkeiten, die eine gute Idee bietet, voll ausschöpfen und für ein breiteres Spektrum von Medien und Plattformen verfügbar machen. Ein Beispiel hierfür ist die Swisscom-Kampagne «Pistenfarbe», die einen breiten Fächer an Filmen für verschiedenste Plattformen und Medien hervorgebracht hat – und dies nicht als Offspring eines Hauptfilmes: Jeder einzelne wurde perfekt auf das jeweilige Zielpublikum abgestimmt. Dafür gab es bei den diesjährigen ADC Awards neben dem einzigen Kampagnen-Würfel gleich sechs weitere Auszeichnungen.

Neue Dimensionen im Fictional und Non-Fictional Bereich

Das Department für Eigenproduktion hat bereits einige beachtliche Produktionen hervorgebracht und möchte sich weiter auf dem Markt etablieren. Als Executive Producer übernimmt Philipp Petersson die Leitung. Produktionen aus jüngerer Zeit verweisen auf die verschiedenen Dimensionen, die Mcqueen Film & TV in Zukunft verfolgen und weiterentwickeln wird. Die produktionelle Beteiligung an dem Kurzfilm «Tala’vision» bescherte dem Produktionshaus den Studenten-Oscar in Gold und hat es neben zahlreichen weiteren Festivalpreisen in die Finalrunde der Academy Awards Nomination geschafft.

Die Langzeitstudie «Until We Talk» ist nach einem letzten Dreh im Juni nun in der Postproduktion. Der Film zeichnet ein sehr intimes Bild der aussergewöhnlichen Freundschaft zwischen Bassam und Rami, deren Töchter im scheinbar endlosen israelisch-palästinensischen Konflikt getötet wurden. Erst kürzlich abgeschlossen wurde der Dreh des Piloten zur Dok-Serie «X-Patriot». Die charismatische Mischung aus Komödie, Drama und Dokumentation begleitet einen Trump-Anhänger auf seiner politisch pointierten Reise quer durch den europäischen Kontinent, um seinen 78 Followern in den USA die «sozialistische Höllenlandschaft Europas» vor Augen zu führen.

Motiviert vom zerrütteten politischen Klima, tritt X-Patriot dafür an, zu vermitteln und für gegenseitiges Verständnis zu werben.

Starken Marken und ihren Kernbotschaften bietet Mcqueen Film & TV überdies die Möglichkeit, Projekte von gesellschaftspolitischer Relevanz auch mit einem anderen Format als dem 30-Sekunden-Werbefilm zu vereinbaren: So zeigt z.B. die cineastische IWC Kampagne «Born of a Dream» auf, wie der Schulterschluss zwischen Branded und Film &TV Mehrwert für eine Marke generiert.

«In diesem Bereich steckt viel Potenzial für Marken, die nicht nur mal schnell hinausposaunen wollen, wie klimabewusst oder gesellschaftlich verantwortlich sie agieren – sondern ihre Haltung und die damit verbundenen Werte auch wirklich leben. Denn die Geschichten, die das wahre Leben schreibt, berührenden Zuschauer immer noch am tiefsten», lässt sich Philipp Petersson zitieren. Damit schliesst sich für Mcqueen Films der Kreis zwischen Film & TV und Branded – und dem gemeinsamen Vertrauen in eine Idee.

Am Freitag wurde erst einmal die Repositionierung und der Relaunch der Webpage bei einer Sommerparty gefeiert. (pd/wid)



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