12.04.2026

SRG

Wille setzt nun auf Newsroom

Acht Monate nach Amtsantritt des Kommunikationschefs Markus Berger verzichtet SRG-Generaldirektorin Susanne Wille auf eine extern eingekaufte Kommunikationsstrategie.
SRG: Wille setzt nun auf Newsroom
SRG-Generaldirektorin Susanne Wille wendet sich von einer extern erarbeiteten Kommunikationsstrategie ab. (Bild: Keystone/Til Bürgy)

Seit dem 1. April ist die Kommunikationsabteilung der SRG neu organisiert. Ursprünglich war aber ein anderes Konzept vorgesehen, wie der SonntagsBlick schreibt. Die SRG hatte die Headhunter-Agentur Spencer Stuart engagiert – vier Berater arbeiteten ein Papier aus und waren mit der Rekrutierung des neuen Kommunikationschefs beauftragt, wie Recherchen zeigen. Laut Branchenkennern hat der Prozess einen mittleren sechsstelligen Betrag gekostet.

Nun wird auf das Konzept verzichtet. Statt einer zentralen Kommunikationsführung setzt Wille künftig auf eine Newsroom-Struktur. Die SRG betont, die Kommunikation werde nun einfacher, effizienter und integrierter. Doch daran gibt es laut SonntagsBlick Zweifel: Der Kernbereich der Unternehmenskommunikation wird neu von einem Dreiergremium geleitet und über einen Newsdesk gesteuert. Das erhöhe die Komplexität.

Die SRG habe viel Geld für externe Expertise und ein aufwendig erarbeitetes Konzept – das nach nur acht Monaten bereits Makulatur ist, schreibt die Zeitung. Das kostet Markus Berger, der von Schweiz Tourismus abgeworben wurde, seine Stelle. Er verlässt die SRG nach kurzer Zeit wieder (persoenlich.com berichtete).

Gegenüber persoenlich.com stellt die SRG klar, dass es weiterhin eine zentrale Kommunikationsführung geben soll. «Seit seiner Anstellung war Markus Berger Stephanie Jutzi, Leiterin Kommunikation und Public Affairs, unterstellt. Sie führt die Kommunikation weiterhin und neu auch über alle Sprachregionen hinweg, vertritt den Bereich in der Geschäftsleitung und hat die Organisation weiterentwickelt», erklärt die Medienstelle.

Ausserdem werde der neue Newsroom nicht von drei, sondern von fünf Teamleitenden geführt. Diese leiten die Bereiche «Medienstelle», «Themenmanagement», «Kanäle und Produktion», «Public Affairs» und «Sprachdienst». «Die Kommunikationsorganisation wird somit neu überregional über alle Sprachregionen hinweg geführt, was sie einfacher, effizienter und integrierter macht», betont die SRG weiter. (pd/spo)


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KOMMENTARE

Claude Bürki
17.04.2026 14:54 Uhr
Denn sie wissen nicht, was sie tun — aber sie haben (immer noch) viel Geld.
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