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Bidens Sprachprobleme sind schlimmer geworden

Marcus Knill

Im Juli 2021 machte ich im persoenlich.com-Blog auf die Anzeichen der kognitiven Altersschwäche des neuen amerikanischen Präsidenten Joe Biden aufmerksam. Vor einem Jahr hat er an einer CNN-Veranstaltung mehrmals schwer verständliche, kaum übersetzbare Texte gesprochen.

Auf eine Frage nach Impfungen bei Kindern antwortete er: «Die Frage ist, ob wir in der Position sein sollen, wo man – warum können Experten nicht sagen, wir wüssten, dieses Virus ist tatsächlich – wird sein – oder, Entschuldigung – wir wissen, warum all diese bewilligten Medikamente nicht temporär bewilligt sind, sondern permanent bewilligt. Das ist auch unterwegs. Ich erwarte, dass dies schnell passiert.»

Die meisten offensichtlichen Schwächen des Präsidenten beim Formulieren wurden bislang in den Medien meist ausgeklammert. Doch wer solche Sätze hörte, musste sich Gedanken über den Gesundheitszustand Bidens machen.

Die jüngste Rede am Mittwoch, 4. Mai 2022, gibt erneut zu denken. Bidens Sprachprobleme sind schlimmer geworden. 

Aus meiner Sicht wirkt Biden fahrig, matt, schläfrig, unkonzentriert. Er stottert und lacht einmal wie «ein Irrer». Ab und zu schliesst er die Augen. Das heisst, die Lidschlagzahl verlangsamt sich, bis er die Augen für kurze Zeit schliesst, als sei er abwesend. Die Gestik ist auch reduziert. Die Stimme ist meist monoton und ausdruckslos. Zwischendurch hat er aber auch Phasen, in denen er frischer wirkt – und die Gestik lebt, als sei er wieder erwacht. In den letzten Jahren bemühte sich Biden, bei seinen Auftritten frischer zu wirken und gleichsam auf die Bühne zu springen. Nun scheint ihn das Alter doch einzuholen. Biden läuft Gefahr, nicht mehr ernst genommen zu werden. Es lohnt sich, das Video anzuschauen:

In der Rede wählte Biden unter anderem diese wirren Formulierungen: «Ich schicke dem Kongress auch ein umfassendes Paket von – äh – das unsere zugrunde liegenden Bemühungen verstärken wird, den russischen Oligarchen entgegenzukommen und sicherzustellen, dass wir ihnen ihre unrechtmässigen Gewinne abnehmen, die wir ihnen entgegenkommen werden, die wir beschlagnahmen werden, ihre Yachten, ihre Luxushäuser und andere unheilvolle Errungenschaften von Putins Kleptokraten – Ja – Kleptocracy und die Typen, die die Kleptocracies sind. Aber das sind Bösewichte. Dieses Gesetzespaket stärkt unsere Strafverfolgungskapazitäten, um Eigentum zu beschlagnahmen, das mit Russlands Kleptokratie verbunden ist.»

Biden hat noch grössere Probleme als letztes Jahr. Zur Inflationsbekämpfung werden die Zinsen erhöht. Das drückt auf die Börse. Auch die Situation bei den Einwanderern verschärft sich. Man kann schon fast sicher sagen, dass Biden bei den nächsten Präsidentschaftswahlen wenig Chancen hat, nochmals gewählt zu werden. Die letzten Umfragewerte sind hier zu sehen



Marcus Knill ist Experte für Medienrhetorik, Coach, Dozent und Autor von rhetorik.ch.

Unsere Kolumnistinnen und Kolumnisten vertreten ihre eigene Meinung. Sie deckt sich nicht in jedem Fall mit derjenigen der Redaktion.

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Kommentare

  • Werner Furrer, 12.05.2022 09:22 Uhr
    Biden war schon bei den Wahlen senil, sein Konkurrent allerdings ebenfalls ein verrückter. Man fragt sich, von welchen Spinnern die amerikanischen Parteien beherrscht werden, die schliesslich für die Kandidaten verantwortlich sind.
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