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Fremdschämen an der Falkenstrasse

Mark Balsiger

NZZ-Chefredaktor Eric Gujer brachte am Samstag die Schrotflinte in Anschlag – zum wiederholten Mal. Schon der Titel seines Leitartikels knallt: «Die Schweiz braucht keine Staatsmedien». Gujer schiesst scharf auf die SRG (persoenlich.com berichtete). Kritik ist legitim und wichtig: Die SRG hat in der Vergangenheit nicht alles richtig gemacht, klar. Ein paar Schlüsselfiguren wünschte man mehr Empathie und Demut. Doch darum geht es hier nicht. Gujer übernimmt in seinem Text weitgehend Rhetorik und Logik der No-Billag-Initianten. Aus staatspolitischer und publizistischer Sicht ist das bedenklich. Er suggeriert, das Volk könne am 4. März nächsten Jahres Ja stimmen, das Parlament fände hernach einen kreativen Weg, die Initiative umzusetzen. Entweder hat Gujer den Initiativtext nicht gelesen oder er pokert.

Als Ergänzung zum Blog-Posting von Diego Yanez, dem Direktor der Schweizer Journalistenschule, folgt hier eine Replik zu vier Punkten aus Gujers wütendem Elaborat.

1. Die SRG ist ein Staatssender

Gujer war einmal Korrespondent in Moskau. Er weiss also genau, dass Staatssender zensurieren und nur die genehme Meinung verbreiten. Schweizer Radio und Fernsehen hingegen hat keine Abhängigkeiten. Die Vereinsstruktur der SRG mit ihren 24’000 Mitgliedern ist typisch für unser Land: Das Unternehmen gehört dem Volk, zwei von neun Verwaltungsratsmitgliedern werden vom Bundesrat bestimmt.

Die SRG-Journalisten beobachten die Arbeit der Behörden in der Regel genau und mitunter kritisieren sie hart. Als Beispiel dient der investigative Journalismus der Magazine «Espresso», «Kassensturz» und «Rundschau». Zudem zeigt die «Samstagsrundschau» von Radio SRF 1 Woche für Woche, wie man den Mächtigen aus Politik und Wirtschaft gut vorbereitet und professionell auf den Zahn fühlt. Wir merken: Schweizer Radio und Fernsehen bietet unabhängigen Journalismus.

2. Die SRG ist ein Dinosaurier und verändert sich nicht

SRF 4 News ist nur eine von vielen Innovationen des Hauses. Der Sender bringt rund um die Uhr gut aufbereitete Nachrichten. Morgens von 6 bis 9 Uhr wird im Halbstundentakt «Heute Morgen» ausgestrahlt, ein zehnminütiges Journal auf vergleichbarem Niveau wie das «Echo der Zeit». Die SRG befindet sich im Wandel zu einem digitalen Medienunternehmen: Inhalte werden dort angeboten, wo ein Teil des Publikums heute ist – auf Instagram, Youtube, Facebook und Twitter. Die App «Politbox», für Junge konzipiert, holte 2015 einen internationalen Preis. Unlängst kreuzten bei Radio SRF 1 Befürworter und Gegner der No-Billag-Initiative für eine Stunde die Klingen. Das Publikum brachte sich ein – via Telefon und Social Media. Wir merken: Die SRG ist unterwegs und macht publikumsnahe Sendungen.

3. Die SRG verzerrt den TV-Markt Schweiz

Trotz neuer Technologie: In der kleinen Schweiz mit ihren vier Sprachregionen spielt der TV-Markt nicht. Die Fixkosten für eine Informationssendung oder einen Spielfilm sind ähnlich hoch, ob sie nun für 5,5 Millionen Menschen in der deutschen Schweiz gemacht werden oder für 82 Millionen in Deutschland.

Rainer Stadler, seit mehr als 25 Jahren Medienredaktor bei der NZZ, ist ein genauer und unbestechlicher Beobachter – und ein Kritiker der SRG. Am letzten Freitag schrieb er: «Es verwundert, dass einige Exponenten weiterhin behaupten, eine private SRG könne sich künftig als Abonnementssender behaupten. Wer solches sagt, ist unredlich, oder er hat keine Ahnung von medienökonomischen Zusammenhängen. Ein Blick in die Nachbarländer genügt, um zu erkennen, dass das nicht funktioniert.» Wir merken: der Kenner bei der NZZ, wenn es um den Medienplatz Schweiz geht, heisst Stadler.

4. Das «Lagerfeuer» Fernsehen gibt es nicht mehr

Als Gujer noch ein Teenager war, lud Kurt Felix jeweils zur grossen Unterhaltungsshow «Teleboy». Strassenfeger gibt es heute noch: Den Dokumentarfilm über Bernhard Russi – ein berührendes Porträt – schauten 850’000 Menschen, die neue Krimiserie «Wilder» brachte Quote und gute Kritiken im Feuilleton, wichtige Spiele der Schweizer Fussballnationalmannschaft, das Lauberhornrennen oder der Historienfilm «Gotthard» kratzten an der 1-Millionen-Grenze. Die Hauptausgabe der «Tagesschau» verfolgen im Durchschnitt 620’000 Leute, und zwar linear. Wir merken: Das Fernsehen ist weiterhin ein Massenmedium.

Fazit: Gujers Leitartikel ist unrecherchiert, faktenfremd und teilweise demagogisch. Viele seiner Arbeitskollegen an der Falkenstrasse werden sich fremdschämen. Es ist nicht das erste Mal. Ohne starken Kaffee am Samstagmorgen hätte ich womöglich geglaubt, Ulrich Schlüers «Schweizerzeit» und nicht die NZZ vor mir zu haben. Was Gujer mit diesem Stück Konzernjournalismus bewirken will, bleibt sein Geheimnis. Wir erinnern uns aber, was er bei seiner Ernennung im März 2015 sagte: «Das, was wir machen, versuchen wir besonders gut zu machen.»


Mark Balsiger ist Politikberater und Buchautor. Er ist Kampagnenleiter des Komitees «Nein zum Sendeschluss» und damit gegen die No-Billag-Initiative.

Unsere Kolumnisten vertreten ihre eigene Meinung. Sie deckt sich nicht in jedem Fall mit derjenigen der Redaktion.

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Kommentare

  • Roland Helbling, 17.12.2017 22:36 Uhr
    Herr Balsiger. Die SRG ist Staatsfernsehen. Sie ist zudem weder unabhängig noch neutral. Auch stimmt es, dass der grösste Teil der Zuschauer im Rentenalter ist. Es kann nicht sein, dass alle Bürger dazu verdonnert werden, einen Sender zu unterstützen, den sie gar nicht oder fast nie konsumieren. Die SRG, so wie sie jetzt zusammen gesetzt ist, macht ausschliesslich für sich selber Fernsehen und feiert sich auch selber am Liebsten. Zudem ist sie politisch links geprägt. Sie wird sich nach dem Abstimmungs-Ja endlich neu strukturieren und positionieren müssen. Man darf die Meinung und die Bedürfnisse der Mehrheit der Bevölkerung nicht einfach ignorieren. Das das Ja das Ende der SRG bedeutet ist schlicht gelogen und in Hinsicht der Abstimmung reisserisch und eigennützig.
  • Lahor Jakrlin, 17.12.2017 23:21 Uhr
    Mittlerweile verliert man die Übersicht, wie viele Ganz-, Halb- und Viertellobbyisten Goliath SRG auf David NoBillag loslässt. Auf Twitter wütet eine SRF-Armada ad hominem, jetzt melden sich Wadenbeisser wegen eines beispielhaften und prononcierten Leitartikels des renommiertesten Schweizer Mediums. Gujer schreibt dicht, dokumentiert, ein argumentatives Meisterwerk. Ja, es braucht keine staatlichen Medien, es braucht auch keine Film-Wochenschau im Kino. Game over. WENN die SRG bis Ende Januar keinen vernünftigen Kompromiss auf den Tisch legt (zB 4/4 statt 17/7 Sender), hat die Initiative reale Chancen. Mit einer Quote von gerade mal 30% sind 1.3 MRD Billag plus 400 MIO Werbeeinnahmen wettbewerbstötend. Und für Junge und junge Familien sind 451.- od. evtl. dereinst 365.- eine zu hohe Investition in eine vermeintliche Solidarität mit Pensionierten und der Surselva.
  • Luciano Gloor, 17.12.2017 23:52 Uhr
    Danke Mark Balsiger! Und Herr Helbling, entsprepchend Ihrem ideologischen Bekenntnis (denn argumentieren tun Sie ja nicht) stehen Sie wohl auch dafür ein, dass die Bahninfrastruktur auf privaten Finanzierungswegen ausschliesslich von Bahnbenutzern zu finanzieren ist, die Autobahnen ausschliesslich von Autofahrern, die Theater ausschliesslich von Theaterbesuchern, die Universitäten von Studenten, usw usf, und zwar ohne Mitwirkung des Staates, im Sinne von No-Billag, oder? Oder wie sonst ist Ihr Satz zu verstehen "Es kann nicht sein, dass alle Bürger dazu verdonnert werden, xxxx zu unterstützen, die/den oder das sie gar nicht oder fast nie konsumieren." für xxx kann eine beliebige vom Staat finanzierte Infrastruktur eingesetzt werden. Wobei die wichtigste Frage noch gar nicht angesprochen ist: was für ein Informationssystem braucht eine demokratische Gesellschaft, um dem mündigen Bürger informierte Entscheidungen zu ermöglichen? Man braucht sich nur den Zustand der Printmedien anzuschauen, um feststellen zu können, dass man nicht allein auf Marktkräfte vertrauen kann.
  • David Schäfer, 18.12.2017 02:41 Uhr
    Herr Helbling, lesen Sie bitte den Initiativtext, nehmen Sie das Milchbüchli hervor und hören Sie auf zu behaupten, bei einem Ja würde die SRG SSR weiterbestehen. Herr Jakrlin, bitte geben Sie doch zumindest Ihre Interessensbindung zum SGV an, die der Website Ihrer Kommunikationsagentur zu entnehmen ist, bevor Sie Balsigers (transparentes!) Engagement kritisieren. (Disclaimer: Ich arbeite bei der SRG SSR.)
  • Mark Balsiger, 18.12.2017 07:34 Uhr
    @Roland Helbling Sie haben mich in Ihrem Kommentar direkt angesprochen, selbstverständlich antworte ich Ihnen, kurz und knapp. Bleiben wir bei den Fakten: 1. Das Durchschnittsalter des SRG-Fernsehpublikums liegt bei 59 Jahren, es ist also noch deutlich von der Pension entfernt. 2. Die Zuschauerzahlen und Quoten der einzelnen Sendungen sind belegt. In der deutschen Schweiz hören übrigens täglich 2,9 Mio. Menschen die Programme von Radio SRF. Die durchschnittliche Hördauer beträgt 105 Minuten. Ihr Vorwurf, die SRG würde ausschliesslich für sich selber Programme machen, ist absurd. Genauso absurd wie die Mär vom «Staatsfernsehen». Im Übrigen ist die Erde eine Scheibe.
  • Hansi Voigt, 18.12.2017 09:09 Uhr
    Das unredlichste Argument von Eric Gujer und den meisten No–Billag–Befürwortern, ist die Behauptung, die SRG könne sich reformieren – nachdem man sie per Abstimmung de facto abgeschafft hat. Hier beisst sich die Argumentation so offensichtlich in den Schwanz und macht jeweils die eigentlichen Interessen und Begründungslagen offensicht. Da wären: 1. Interessenspolitik\Subventions–Erhöhung der Zeitungsverleger oder vermeintlicher Privat–Radik/TV–Unternehmer. 2. Medienmeridian einfach noch weiter nach rechts schieben 3. Grundsätzliches Desintresse an einer vielseitig informierten Bevölkerung 4. Quasi–religiöser Neo–Liberalismus angesichts offenbarem, zunehmendem Marktversagen im Medienbereich. 5. Dumpfer Troll–Aktivismus aus Überzeugung oder auf Kommando 6. Mit der letzten Sendung von Glanz und Gloia Unzufriedene. 6. Goldbach–Medien\Nathaliie Rickli. Irgendein Motiv, das zur Verbesserung des SRG– oder des Gesamtangebots zu Gunsten der informierten Bevölkerung führen soll, lässt sich nicht erkennen.
  • claudio grass, 18.12.2017 09:10 Uhr
    Der Artikel von Herr Gujer war ausgezeichnet und treffend formuliert. Es gibt doch noch unabhängige Denker in der Schweiz. Erfrischend!
  • Philippe Wampfler, 18.12.2017 09:23 Uhr
    Die Initiative macht faktisch Platz für die großen Medienanbieter aus dem Ausland. Sie räumt den kleinen Schweizer Markt für Pro7 und NRJ. Zu behaupten, das sei eine Chance für eine Reform, ist heuchlerisch. Wer eine Reform will, soll den Auftrag von SRF verändern. Das ist demokratisch problemlos möglich. Die Initiative verhindert das aber geradezu. (Und die junge Familie wird bei privaten Anbietern nur schon für ein paar Filme, die Fußball-WM und die Ski-Rennen mehr bezahlen als heute für die Billag - ohne damit Solidarität zu ermöglichen und Information zu erhalten.)
  • Urs Gugger, 18.12.2017 09:52 Uhr
    Die Stunde der Wahrheit der (heimlichen bis unheimlichen) Patrioten: Da haben sie uns über die Jahre weissgemacht, die Schweiz und die direkte Demokratie gehe ihnen über alles. Und nun sind sie bereit, einen wichtigen Bestandteil des Landes mit einem Handstreich wegzufegen. Jeder hier kennt den in der Schweiz verbreiteten Deutschenhass. Nun soll es plötzlich egal sein, wenn die Unterhaltung- und Informationsschwemme noch mehr aus dem nördlichen Nachbarland kommt. Denn woher sonst, wenn die überhaupt Lust dazu haben? Und niemand merkt die Satire, wenn ausgerechnet der Chefredaktor der NZZ über Dinosaurier und nicht zur Veränderung bereite Medien spricht. Nur ihre Weitsichtigkeit aufzugeben und zähnefletschend um sich u beissen, macht die teure NZZ jedenfalls noch nicht zum Medium für den Wutbürger. Denn der dreht, das wissen wir ja jetzt, jeden Rappen zehnmal um, bevor er ihn zum Wohle und Zusammenhalt seiner höhnisch gepriesenen "Heimat" ausgibt.
  • Ueli Custer, 18.12.2017 12:08 Uhr
    Was die No-Billag-Befürworter hier schreiben ist genauso faktenfrei wie der Gujerguss vom Samstag. Deshalb hier ein paar Zahlen aus 2016: Für TV- und Radioprogramme standen in diesem Jahr aus Gebühren und Werbung total 2222 Mio. Franken zur Verfügung. Davon sind allerdings die Einnahmen der Werbefenster auf ausländischen Programmen abzuziehen. Denn damit werden ja keine Programme in der Schweiz finanziert. Bleiben also noch 1894 Mio. Franken. Zieht man davon die Gebühren ab, bleiben noch 593 Mio. Franken. Davon gingen 361 Mio. Franken an die SRG. Damit könnte die SRG nicht einmal in jedem Sprachgebiet je ein TV- und je ein Radioprogramm finanzieren. Die Mär von der SRG, die sich dann "neu organisieren" könnte ist derart unrealistisch, dass sie ins Reich der Illusionen gehört. Genauso wie die Finanzierung durch freiwillige Beiträge. Das haben in der Medienlandschaft schon viele andere versucht und sind gescheitert. Kurz: Ohne Gebühren gibt es weder eine SRG noch Regionalradios in den Randgebieten noch regionale TV-Stationen. Sie alle wären nicht überlebensfähig. Wer die ganze Argumentation lesen will, klickt hier: https://medienwoche.ch/2017/12/11/wie-no-billag-ein-srg-monopol-schaffen-wuerde/
  • Salva Leutenegger, 18.12.2017 12:54 Uhr
    Herr Jakrlin, wenn Sie all die "Ganz-, Halb- und Viertellobbyisten" beleidigen, sollten Sie die Grösse haben, sich selber als Lobbyist der NoBillag-Seite zu outen.
  • Ellinor v. Kauffungen, 19.12.2017 00:47 Uhr
    Danke Mark Balsiger für die treffende Richtigstellung! Entweder weiss es Eric Gujer nicht besser (dann sollte er sich eines Kommentars besser enthalten) oder er schreibt wider besseres Wissen: beides ist gleich schlimm und in dieser erschreckenden Undifferenziertheit des Chefredaktors eines "Qualitätsmediums", wie sich die NZZ versteht, nicht würdig. Und was das Argument der eher älteren Radio- und TV-Konsumenten angeht: das war schon zu meinen Zeiten vor 30 Jahren so und hat sich überhaupt nicht verändert! Dank diesen Betagten hat Herr Gujer mit seinem Quotenrenner "NZZ Standpunkte" wenigstens ein paar Zuschauer...
  • Res Harder, 19.12.2017 12:13 Uhr
    Dankeschön Vielen Dank für die gute Replik. Ich habe mich gewundert, dass bis heute in der NZZ selber (Papier Ausgabe) kein Kommentar oder Leserbrief abgedruckt ist. Oder habe ich diesen überlesen? Gibt es innerbetriebliche Zensur oder getraut sich niemand dem Chef Paroli zu bieten? Als unregelmäßiger NZZ-Leser (meist am Samstag) hat mich der Leitartikel von Eric Gujer sehr irritiert. Zuerst meinte Ich, die Falsche Zeitung in Händen zu halten. Oder hatte ich den Lead falsch verstanden? So oder so; ich weiss, was ich stimmen werde. Ich halte zu SRG und SRF! Dazu brauche auch keine Stimmungsmache auf der Frontseite einer sonst von mir sehr gerne gelesenen und geschätzten Zeitung. Zum Glück gibt es noch viele (genügend?) brauchbare Stimmen wie die von Mark Balsiger. Besten Dank.
  • Nico Herger, 19.12.2017 13:25 Uhr
    Das ganze Gujer-Bashing von Balsiger sowie Custers Zahlenhuberei verpuffen vollkommen bei Leuten, die 450 Fr. im Jahr einsparen wollen oder müssen. Es sind hunderttausende, die allein aus diesem Grund Ja stimmen werden. Leute, die genug haben von ständig steigenden KK-Prämien, von höheren Strompreisen wie angekündigt, von Leuthards Energiefantasien etc. Wären die Nein-Sager ehrlich, müssten sie für Einkommensschwache Billag-Erleichterungen gewähren wie bei den KK. Wenn man Billag schon als Gebühr verkaufen will. Wo bleiben die Linken?
  • Julian Hoegger, 20.12.2017 00:54 Uhr
    Herr Gujer argumentiert überzeugend und mit Weitblick. Sie spielen hier auf den Mann und sparen mit Argumenten. Es ist wirklich nicht einfach zu begründen, wieso die SRG in dieser Form in der heutigen Zeit noch eine Daseinsberechtigung hat.
  • Ueli Custer, 20.12.2017 09:05 Uhr
    Es ist ja bezeichnend, dass Nico Herger wie auch alle andern Befürworter der Initiative immer von den 450 Franken pro Jahr sprechen obwohl sie ganz genau wissen, dass sich diese Gebühr ab 2019 auf 365 Franken reduzieren wird weil eben jetzt alle Haushalte bezahlen und man dadurch das aufwendige Überwachungssystem einsparen kann. Und wenn ein Haushalt diesen einen Franken pro Tag nicht aufbringen kann, lebt er sowieso von der Sozialhilfe, die von den gleichen Kreisen immer und immer wieder als zu hoch bezeichnet wird. Aber in diesem Zusammenhang denkt man auf einmal an die finanziell Schwachen um sie für die eigene Argumentation zu missbrauchen.

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