05.01.2021

Interne Proteste

Google-Angestellte gründen eine Gewerkschaft

Google ist aufgrund von Vorwürfen etwa wegen Sexismus, Rassismus und Machtmissbrauch durch Führungskräfte schon länger mit internen Protesten konfrontiert. Nun haben sich in den USA 200 Beschäftigte zusammengeschlossen.
Interne Proteste: Google-Angestellte gründen eine Gewerkschaft
Mitarbeitende demonstrieren gegen die Art und Weise, wie Google mit Vorwürfen wegen Sexismus umgeht. (Archivbild von 2018: Keystone/AP Photo/Noah Berger)

Mitarbeiter des US-Internetriesen Google und dessen Mutterkonzerns Alphabet haben sich erstmals in einer Gewerkschaft zusammengeschlossen. Die Alphabet Workers Union vertrete über 200 Beschäftigte in den USA, teilte die Organisation am Montag (Ortszeit) mit. Das Bündnis will sich für faire Bezahlung und Arbeitsbedingungen einsetzen. Die Mitglieder fordern zudem, dass sich der seit Jahren in der Kritik stehende Konzern strukturell verändert.

Google ist aufgrund von Vorwürfen etwa wegen Sexismus, Rassismus und Machtmissbrauch durch Führungskräfte schon länger mit internen Protesten konfrontiert. Im November 2018 hatten deshalb Tausende Beschäftigte zeitweise die Arbeit niedergelegt. Die Alphabe Workers Union stellt in der gewerkschaftsfernen US-Tech-Branche eine seltene Ausnahmeerscheinung dar, vertritt allerdings auch nur einen Bruchteil der insgesamt über 130’000 Mitarbeiter des Alphabet-Konzerns.

Das Unternehmen erklärte gegenüber US-Medien allgemein, Arbeitnehmerrechte zu unterstützen, ohne jedoch konkret auf die grundlegende Kritik einzugehen. In der Stellungnahme machte Alphabet indes deutlich, sich auch künftig lieber «direkt mit all unseren Beschäftigten» zu befassen als mit der neu gegründeten Arbeitnehmervertretung. Die Alphabet Workers Union entstand nach eigenen Angaben mit Unterstützung der grösseren Gewerkschaft Communication Workers of America und wird sich dieser anschliessen. (sda/dpa/eh)



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