12.06.2021

SAV-Medienpreis 2021

Gleich vier Arbeiten ausgezeichnet

Der Schweizerische Anwaltsverband vergibt dieses Jahr seinen Medienpreis an den NZZ-Journalisten Michael Schilliger. Ausnahmsweise gibt es zudem gleich drei Zweitplatzierte.
SAV-Medienpreis 2021: Gleich vier Arbeiten ausgezeichnet
Ausgezeichnet vom Schweizerischen Anwaltsverband: Michael Schilliger. (Bilder: NZZ)

Michael Schilliger erhalte für seinen Bericht «Monster oder Retter» im Umfeld eines historischen Prozesses im Bundesstrafgericht den diesjährigen Medienpreis, hiess es in einer Mitteilung des Schweizerische Anwaltsverbands (SAV) vom Samstag.

Schilliger beschrieb in seiner Reportage den Prozess gegen den liberianischen Ulimo-Kommandanten Alieu Kosiah. Ihm werden Kriegsverbrechen während des Bürgerkriegs in Liberia zwischen 1993 und 1995 vorgeworfen. Der Bundesanwalt forderte im Prozess 20 Jahre Gefängnis für Kosiah, das Urteil wird nächste Woche erwartet.

Schilligers Reportage zeige eindrücklich auf, wie wichtig die Wahrheitssuche für Opfer und deren Angehörige sei, aber auch wie komplex, aufwändig und hürdenreich sich diese Suche nach der Wahrheit gestalte. «Wie wertvoll die Arbeit des Preisträgers war, zeigt die Tatsache, dass seine Reporte vor Gericht als Beweismaterial zugelassen und sowohl Anklage wie Verteidigung diente», schrieb der SAV.

Wegen der hohen Qualität der eingereichten Arbeiten wird 2021 nicht nur ein Hauptpreis verliehen, es werden laut Mitteilung drei Zweitplatzierte ausgezeichnet. Diesen Rang teilen sich demnach Fati Mansour mit ihrer Artikelserie «Effets de la pandémie de Covid-19 sur la justice» in Le Temps, Andreas Eberhard vom Strassen-Magazin Surprise mit seiner vierteiligen Artikelserie «Lösungen für die IV» sowie NZZ-Folio-Journalistin Aline Wanner mit ihrem Text «Der Ex-Vater».

Dem SAV sei es wichtig, allgemeinverständliche und objektive Aufklärung über das Wesen und die Werte des Schweizer Rechts und dessen Instanzen zu fördern, mit dem alle zwei Jahre verliehenen Medienpreis soll dies gefördert werden, hiess es weiter. Die vier Preise sind mit insgesamt 10'000 Franken dotiert. (sda/cbe)



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