02.04.2007

Musikvideos

Schleichwerbung rockt

Musiksender wollen am Product Placement beteiligt werden.

Immer mehr Bands finanzieren mit Product Placement ihre Musikvideos. Hohe Verkaufseinbussen am physischen Markt, Internetpiraterie und chinesischer Schwarzmarkt zwingen Plattenfirmen, bei den Promotionkosten für ihre Künstler zu sparen. So ist der Videoclip "Thnks fr th Mmrs" der Band Fall Out Boy mit Hilfe von Procter & Gamble (P&G) entstanden. Im Clip ist auch ein Deo-Spray des Kosmetik-Riesen zu sehen. P&G unterstützte das Label der Band, Island Records, bei den Marketing- und Herstellungskosten des Clips.

Dennoch bedeutet das für Bands noch nicht, dass sie von nun an ihre Videoclips über Schleichwerbung finanzieren können. Ohne die grossen Musiksender wie MTV und Viva an Sponsor-Deals mitnaschen zu lassen, dürften Kooperationen zwischen Musiker und Markenfirma nur beschränkt funktionieren. "Grundsätzlich ist gegen Product Placement nichts einzuwenden. Aber sollte es zu solchen Sponsor-Deals kommen, ist es wichtig die Medien miteinzubeziehen", sagt Thomas Madersbacher, Geschäftsführer des Musiksenders gotv.



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