Publicis hat für ihren Auftraggeber publisuisse eine überraschende Guerilla-Aktion lanciert. So wurden jeweils über Nacht die grössten Schweizer Werbe- und Media-Agenturen von V-Guerilleros infiltiert, die an den Arbeitsplätzen der Mitarbeiter, auf Klodeckeln und den Kühlschränken Kleber hinterliessen, die für die publisuisse werben.
Wie Markus Gut gegenüber "persoenlich.com" verriet, sei die Unterwanderung mit Hilfe von Mitarbeitern der jeweiligen Agentur realisiert worden, die man im Vorfeld mit sogenannten Guerilla-Päckli (Bild) bestochen habe. Diese enthielten jeweils ein Guerillero-Hütli, Zigarren sowie ein Dankeskärtchen. Gut: "Unseres Wissens hat es das noch nie gegeben, dass V-Leute für eine Werbeaktion eingeschleust wurden". Das Feedback sei denn auch dementsprechend positiv gewesen:

Die Scotti Werbeagentur habe die Aktion sehr positiv aufgenommen, weshalb die Kleber auch einige Wochen hängen geblieben seien. Ganz anders als bei der GGK Zürich, wo man die Aktion aber ebenfalls goutiert habe. Leider sei den Klebern dort die Putzkolonne in ihren Auftritt gestolpert, weshalb der "Guerillero in Charge" dort neue Kleber bestellen muste. Bei Weber, Hodel, Schmid sei die Belegschaft von der Aktion begeistert gewesen, bis auf den Guerillero: Er hätte gerne gröberes Geschütz aufgefahren als ein paar harmlose Sticker.
Übrigens seien sämtliche Guerilleros der Verlockung der Bestechungspakete ohne grosses Widerstreben erlegen, so Gut weiter. Probleme gabs hingegen bei der Euro RSCG. In dem Fall hatte nicht die Zielperson das Couvert mit den Stickern geöffnet, was natürlich einige Fragen aufgeworfen habe. Auch bei der Bunt Werbeagentur löste die Aktion einigen Wirbel aus. Die Belegschaft glaubte, Unbekannte hätten sich über Mittag in ihre Büros geschlichen und war dementsprechend verängstigt.

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