01.06.2020

Krisenkommunikation

BAG-Kampagne fokussiert auf Contact Tracing

Verantwortlich für die SwissCovid-App-Kampagne ist wiederum die Agentur Rod. Sie wird Bedenken entkräften und vor allem Downloads generieren müssen. Dafür sind 1,1 Millionen Franken budgetiert.
Krisenkommunikation: BAG-Kampagne fokussiert auf Contact Tracing
Nur wenn viele Menschen die App installieren, kann sie einen Beitrag leisten: die SwissCovid-App soll im Juni breit lanciert werden. (Bild: Keystone-SDA/Laurent Gillieron)
von Edith Hollenstein

Nach den Lockerungen richtet das Bundesamt für Gesundheit (BAG) seine Kommunikation neu aus. Im Zentrum der Massnahmen ab dem 5. Juni wird das Thema Contact Tracing stehen, wie Adrian Kammer, der zuständige BAG-Kampagnenchef, bestätigt. «Entscheidend in dieser Phase ist, dass genügend getestet wird und Infektionsketten unterbrochen werden können. Hier müssen die Menschen sensibilisiert werden, ihre Kontaktdaten wenn immer möglich zu hinterlassen», so Kammer weiter. 

Verantwortlich für diese Aufkärungs- und Sensibilisierungskampagne ist wiederum die Agentur Rod. Die Zürcher Agentur arbeitet bereits seit Beginn der Krise für das BAG und hat die äusserst bekannte und viel gelobte «So schützen wir uns»-Kampagne entwickelt.

«Nach wie vor im Krisenmodus»

Bei der der Kampagne zur Einführung der App handle es sich um eine Teilkampagne der bestehenden Coronavirus-Kampagne des BAG. «Die Wiedererkennung gegenüber den bisherigen Teilkampagnen und das bis jetzt aufgebaute Wissen um die Anforderungen der Corona-Kommunikation der Agentur ist entscheidend», so Kammer. Deshalb werde das BAG die Kampagne für die App mit Rod umsetzen. Zudem befinde sich das Land nach wie vor im Krisenmodus. «Die Evaluation einer neuen Agentur und die Etablierung einer neuen Zusammenarbeit für ein Teilprojekt wäre – unter den momentanen Bedingungen, die eine extrem hohe Geschwindigkeit bedingen – nicht zu verantworten», erklärt der Kampagnenchef weiter.

Budget beträgt 1,1 Millionen

Die SwissCovid-App-Kampagne wird klare Ziele erreichen müssen: Sie soll informieren und App-Downloads generieren. Dafür ist laut Kammer ein Budget von 1,1 Millionen Franken eingeplant.

Die Contact-Tracing-App wurde von der Zürcher Digitalagentur Ubique in Zusammenarbeit mit dem BAG, der ETH und der EPFL entwickelt. Obwohl sie sich erst in der Pilotphase befindet, wurde sie bereits von Tausenden installiert (persoenlich.com berichtete).



Geplant ist, dass die App, nach Abschluss des parlamentarischen Prozesses, frühestens am 19. Juni lanciert werden kann. 



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