Frau Hildbrand, verraten Sie mir den aktuellen Inhalt Ihrer Handtasche?
Gerne: Schutzmaske, Desinfektionsmittel und die doppelte Menge Handcrème als üblich.
«Die Zentralschweiz im Sack», so lautet das Motto der Kampagne für PilatusToday. Fünf Tascheninhalte stehen dabei im Mittelpunkt (persoenlich.com berichtete). Wie kam diese Idee zustande?
Die kommunikative Leitidee orientiert sich an der FM1Today-Kampagne in der Ostschweiz. Wir haben die Kampagne für den Launch von PilatusToday auf der Bildebene weiterentwickelt. Die Botschaft ist dieselbe: Mit dem regionalen Newsportal haben unsere Zentralschweizer Userinnen und User News, Unterhaltung und Services aus ihrer Region im Sack.
Das fiktive Testimonial Michael hat einen WD-40-Spray und ein Playmobil-Männchen dabei. Nach welcher Logik wurden die Inhalte zusammengestellt?
Im Zentrum der Überlegungen stand unsere Zielgruppe. Wie sind sie aufgewachsen? In welchem Lebensabschnitt befinden sie sich gerade? Wie leben sie? Was bewegt und berührt sie? Wovon träumen sie? Mit diesen Erkenntnissen haben wir sehr detaillierte Bilder unserer Testimonials zeichnen können. Uns im Anschluss zu überlegen, was diese fünf Personas in ihren Taschen dabeihaben, war dann ein Einfaches.
«Interessierte Werbetreibende können sich jederzeit gerne melden»
Daneben sehe ich auf anderen Sujets einen Ovo-Drink oder einen Schoggi-Gipfel von Ragusa. Das sieht nach bezahltem Product Placement aus …
(Lacht.) Das könnte man in der Tat denken. Dem ist aber nicht so. Wir haben uns bei der Auswahl der Gegenstände vom Wesen der fünf Testimonials und nicht von Product-Placement-Möglichkeiten leiten lassen. Was nicht ist, kann aber noch werden – interessierte Werbetreibende können sich jederzeit gerne melden.
Die Kampagne entstand «nahezu komplett inhouse», wie es in einer Mitteilung heisst. In diesem Umfang ist es das erste Mal. Beschäftigen Sie nun auch Werber im Team?
Einer der grössten Vorteile unseres zentralisierten Marketingteams im Bereich Entertainment ist, dass wir in jeder Marketingdisziplin über Spezialisten verfügen. Zudem unterstützt uns mit Grips unser Inhouse-Produktionsteam mit grosser Kompetenz im Bereich Video/Bewegtbild und Audio.
Warum brauchten Sie für die fotografische Umsetzung und das Styling externe Hilfe?
Wir sind als Bewegtbildunternehmen nicht so vertraut mit Standbildern (lacht). Spass beiseite: Wir haben bei diesen Punkten auf eine externe Fotografin und eine Stylistin gesetzt.
Sie sagten es, die Stop-Motion-Spots realisierte Grips. Wie lange dauerte die Produktion?
Nur drei Tage. Unser Inhouse-Produktionsteam hat hier einen grossartigen Job gemacht.
«Der erste Produktionstag war der zweite Tag des Covid-19-Lockdowns»
Und welches waren die grössten Herausforderungen dabei?
Der erste Produktionstag war der zweite Tag des Covid-19-Lockdowns. Das war eine grosse Herausforderung.
Wo werden die TV- und Radiospots laufen? Nur auf den hauseigenen Zentralschweizer Sendern Tele 1 und Radio Pilatus?
Nicht nur. Wir spielen die Kampagne auf unserer ganzen Portfolio-Klaviatur. Zudem setzen wir auf Social Media, OOH, Kino und Stadionwerbung. Diese Massnahmen setzen wir stufenweise analog der Lockerung des Lockdowns um.
Das Portal PilatusToday startete Ende März – die Kampagne erst einen Monat später. Warum so spät? Weil der Lockdown die Zusammenarbeit erschwerte?
Nein, wir haben den Kampagnenstart bewusst zeitlich versetzt zum Produktlaunch geplant.
Zurück zur Inhouse-Kampagne. Werden Sie solche Dienstleistungen auch externen Kunden anbieten?
Das tun wir bereits. Mit unserem Audio- und Videoproduktionsteam Grips unter der Leitung meines Kollegen Pascal Scherrer haben wir schon für die unterschiedlichsten Kunden tolle Bewegtbild- und Audioprojekte umgesetzt.
Und zum Schluss zurück zu Ihrer Handtasche: Wie lange suchen Sie jeweils darin, bis Sie das Gewünschte gefunden haben?
Zu lange. Handtaschen ähneln diesbezüglich schwarzen Löchern. Mein Handy mit der PilatusToday-App habe ich aber immer griffbereit.

