Werbung kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie wahrgenommen wird. Aber wie nehmen Jugendliche Werbung im Internet wahr?
Zwei Klassen des Studiengangs «Multimedia Production» der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur und die Marketingagentur jim & jim sind dieser Frage nachgegangen und kommen zu erstaunlichen Erkenntnissen.
Ziel der Studie «Ad Impact 2016» sei es, herauszufinden, welche Medien die Zielgruppen in welcher Häufigkeit nutzen und wie Werbung wahrgenommen wird, schreiben die Forscher in ihrer Einleitung.
Dass Werbung wenig glaubwürdig ist, gehört zwar nicht zu den erstaunlichsten, Resultaten, deutlich sind die Zahlen trotzdem: Über 40 Prozent der Befragten glauben, dass Werbung «nie bis selten» hält was sie verspricht. Am glaubwürdigsten schienen den Probanden Gratismuster, gefolgt von Zeitungsinseraten. Werbung im Internet, via Newsletter, Social Media oder App landet hinter den traditionellen Kanälen.
Werbung im Internet kommt nicht gut an
Gleichzeitig geben die Befragten an, mit Werbung am häufigsten über Internet in Kontakt zu kommen und nur sehr selten Gratismuster zu erhalten. Ob es einen Zusammenhang zwischen Glaubwürdigkeit und Häufigkeit gibt, hat die Studie jedoch nicht erforscht.
Im Internet ist besonders Werbung in Verbindung mit Videos beliebt, wird den Usern aber Werbung von Artikeln gezeigt, die sie erst kürzlich in einem Onlineshop betrachtet haben, empfinden das 45.4 Prozent der Befragten als aufdringlich und störend, 3.8 Prozent sind beunruhigt über die Datenspeicherung und nur 9 Prozent der Studienteilnehmer empfanden diese Werbeform als hilfreich.
Blogs und Newsletter sind passé
Blogs, so zeigt die Studie auf, sind unpopulär und werden selten bis nie gelesen Auch Newsletter scheinen bei den 13 bis 30-Jährigen nur mässig gut anzukommen. Zwar erhalten 55.1 Prozent der Befragten einen bis fünf Newsletter pro Woche, aber 44.6 Prozent gaben an, keinen Newsletter zu lesen.
57.3 Prozent der Befragten benutzen einen AdBlocker. Jene 42.7 Prozent die keinen AdBlocker instaliert haben kennen entweder die Möglichkeit nicht, fühlen sich von der Werbung nicht gestört oder wollen bewusst Content-Creator unterstützen, der auf die Werbeeinnahmen angewiesen ist.
Der Lieblingsmarke folgen die meisten User über Instagram, Facebook landet lediglich auf Platz drei, gefolgt von Youtube und Twitter. An der Untersuchung nahmen 1'216 Menschen zwischen 13 und 30 Jahren teil.
Die Ergebnisse der gesamten Studie können von Unternehmen gekauft werden. (lcv)
Bild: zVg
Die kostenpflichtige Studie ist via info@jimjim.ch erhältlich.


