21.01.2021

So schützen wir uns

Karpi wirbt auf Twitter für Coronatests

Satiriker Patrick Karpiczenko ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nun macht er sich öffentlich für Tests stark. Das ist ganz im Sinne von Gesundheitsminister Alain Berset: «Es wird noch immer nicht genügend getestet», sagte dieser am Donnerstag vor den Medien.
So schützen wir uns: Karpi wirbt auf Twitter für Coronatests
Ruft zum Coronatest auf: Satiriker Patrick «Karpi» Karpiczenko. (Bild: Natascha Beller)
von Christian Beck

Patrick Karpiczenko, genannt Karpi, hat Covid-19. Ihm gehe es jedoch gut und er habe nur milde Symptome, schreibt der Satiriker am Donnerstag auf Twitter. Gleichzeitig teilt er seinen über 7500 Followern mit, dass das Testen gut sei:


Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) startete im November eine Kampagne, die zum Testen aufruft (persoenlich.com berichtete). Das BAG stellte damals eine Testmüdigkeit fest. Heute scheint die Situation noch nicht besser zu sein. «Es gibt immer noch Potenzial, mehr Leute zu testen», sagte Gesundheitsminister Alain Berset am späten Donnerstagnachmittag vor den Medien in Bern. Die Kantone müssten ihre Bemühungen bei den Tests weiter verstärken. «Wir haben das den Kantonen gesagt», so Berset nach einem Treffen mit Vertretern der kantonalen Gesundheitsdirektionen.

Karpis Twitter-Aufruf dürfte Berset und dem BAG folglich in die Hände spielen. «Als Freund von Vernunft und Aufklärung lass ich mich nicht nur häufig testen, ich bin geradezu impfgeil», so Karpi auf Anfrage von persoenlich.com. Leider seien im öffentlichen Diskurs – und in seinem Freundeskreis – die Impfgegner und Testmuffel laut und zahlreich. «Wenn also die Impfgeilen und Testwütigen mehr Präsenz bekämen, fänd ich das gut. Und wenn mein ‹verzworgeltes Dasein als Cervelat-Promi etwas dazu beitragen kann, umso besser.» Als Komiker würde Karpi «so unlustige Ansichten» lieber für sich behalten und sich öffentlich nicht so exponieren. «Aber frei nach Martullo-Blocher: ‹Im Notfall erwäge ich, die Aufgabe anzunehmen. Für Vaterland und Pipapo.›»

Bleigiessen als böses Omen?

Anfang Januar moderierte Karpi bei «G&G Weekend Spezial» einen satirischen Jahresrückblick. Offenbar war das ein böses Omen. «Im Jahresrückblick habe ich Blei gegossen, um meine Zukunft zu erfahren. Es kam jedes Mal nur ein Virus dabei raus», so der 35-Jährige.

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Karpi wurde einer breiteren Öffentlichkeit bekannt durch die SRF-Late-Night-Show «Deville». Ab 2016 war er dort Regisseur und Headwriter und ab 2019 Sidekick. Im Frühling 2020 wurde bekannt, dass er das Format verlässt. Seither ist er freischaffender Autor, Produzent und Regisseur sowie Kolumnist der NZZ am Sonntag.



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Kommentare

  • This Wachter, 28.01.2021 18:15 Uhr
    Und übrigens: Karpi hat einen prominenten Auftritt in den ersten zwei Episoden des neuen Podcasts SUPERNOVA, bei dem es um Kunst und künstliche Intelligenz geht. Er wird dabei nicht von einem Virus, sondern von der deutschen Bundeskanzlerin überrascht. www.supernovapodcast.art
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