Der Intendant des Deutschen Theaters Berlin nimmt Stellung zum Spielzeithema: «Angst nistet auf verschiedenen Ebenen. In gesellschaftlicher Hinsicht gibt es die Themen der Globalisierung, der Beschleunigung, der Transparenz, des Medialen, dazu die Kommunikationsexzesse.»
Das alles komme beim Einzelnen zunächst an wie eine Chance, werde aber schnell zur Bedrohung, weil es ein Riesenfeld an Möglichkeiten eröffnet, das ihn als Individuum wieder schrumpfen lässt, wenn er persönlich nicht in der Lage sei, unter den tausend Optionen eine für sich tatsächlich zu nutzen», schreibt die Luzerner Agentur Velvet in einer Mitteilung
Die Plakatkampagne zur Saisoneröffnung in Berlin nimmt den Leitgedanken der «Angst» auf, manifestiert ihn durch eine direkte und eingehende Headline und überraschenden Bildmontagen.
Die auf dem Plakat dargestellte «Angst» wirke auf der Bildebene durch die Verbindung mit dem Puppenspiel vielschichtig und kontrovers. Sie erhalte damit neben dem offensichtlichen Hauptmotiv weitere Deutungsvarianten, welche eigene irritierende Erzähldynamiken einnehmen.
Verantwortlich beim Deutschen Theater Berlin: Ulrich Khuon (Intendant), Sonja Anders (Chefdramaturgin); bei Velvet Creative Office: Wolfgang Möhrle (Beratung), Jürg Schaffhuser (CD), Peter Moser (AD). (pd)


