12.11.2003

Antirassismus-Kampagne

Stiftung sucht Kontakt zu Kritikern

Kampagne selbst angeblich ein Erfolg.

Die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) ist bereit, mit Betroffenen über die Kritik an ihrer laufenden Kampagne zu sprechen. Die Kampagne selbst sei ein Erfolg. Rassismus nämlich sei das Problem der Mehrheit. Und die Mehrheit werde mit den Plakaten und Spots anvisiert, teilte die von Sigi Feigl präsidierte Stiftung am Dienstagabend mit. Dieses Ziel habe man über Erwarten gut erreicht. Sehr viel Zustimmung und einiges an Kritik seien die Folge.

Ausser Acht gelassen würden die unflätigen Anwürfe von Personen, die die Problematik nicht kennen würden und die Plakate und Spots nicht richtig gelesen oder verstanden hätten. In der Öffentlichkeit seien dank der umstrittenen Kampagne die mehr oder weniger unterschwelligen Vorurteile diskutiert worden.

Schwarzen-Organisationen beanstandeten das sie betreffende Kampagnen-Sujet. Dies bedauere die Stiftung. Die Kampagne habe aber die Vorurteile dort behandeln wollen, wo sie bestehen: In der Mehrheit. Mit den Betroffenen sei man zu Diskussionen bereit. Die Kampagne werde im Frühjahr 2004 eingehend und selbstkritisch analysiert, teilte die Stiftung weiter mit. Bis dahin werden die Kritiker um Geduld und Sachlichkeit gebeten.

Schwarzen-Organisationen hatten die sofortige Einstellung der Kampagne "Gegen Rassismus und Antisemitismus" gefordert. Sie zeigten sich empört über deren rassistischen Inhalt und bedauerten, nicht um ihre Meinung gefragt worden zu sein. Mit der Anfang Oktober lancierten Kampagne will die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) Klischees und Vorurteile kontern. Der Stil sei bewusst provozierend und aufrüttelnd gewählt, teilte die GRA damals mit.


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