Das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) ist besorgt über die Wahlpropaganda der SVP gegen Asylsuchende. Sie gehörten zu den offensten Erklärungen gegen das Asylrecht, die in Europa bislang von einer grösseren politischen Partei gemacht wurden, sagte ein Sprecher.
Das UNHCR sei sehr besorgt über einen Teil der Erklärungen rund um die Wahlen in der Schweiz von diesem Wochenende, sagte Ron Redmond am Freitag in Genf. Die Politisierung des Asylrechts sowie die Manipulation von Fakten und Statisiken mit dem Ziel, Asylsuchende und Flüchlinge in einem möglichst schlechten Licht darzustellen, sei ein beunruhigendes Phänomen, wo auch immer es vorkomme -- und das sei schon zu oft vorgekommen.
Systematische Verunglimpfung
Redmond kritisierte Techniken der Antiasyl-Lobby, die versuche, Asylsuchende als das Übel alles Bösen darzustellen. So werde etwa in Grossbritannien das Wort "Asylsuchender" systematisch und wiederholt in enger Verbindung mit Begriffen wie "Terrorist", "Verbrecher", "Vergewaltigung", "Krankheit" oder "Betrug" genannt. Als Resultat davon würden Flüchtlinge und Asylsuchende entmenschlicht, sagte Redmond.

