12.12.2019

Publicis

«Unser Set-up ist aktuell ideal»

Die Digitalagentur Notch Interactive wird per 1. Januar bei der Publicis-Gruppe integriert. CEO Thomas Wildberger sagt, was er sich von der Übernahme erhofft und weshalb es ihn reizt, künftig wieder stärker kreativ tätig zu sein.
Publicis: «Unser Set-up ist aktuell ideal»
«Ich kann versichern, dass alle Parteien höchst zufrieden ihre Unterschrift unter den Vertrag gesetzt haben», so Publicis-CEO Thomas Wildberger. (Bild: zVg.)
von Matthias Ackeret

Herr Wildberger, was erhoffen Sie sich von der Übernahme von Notch (persoenlich.com berichtete)?
Wir wollten uns im grossen Stil und nur mit den Besten verstärken. Publicis ist historisch aus der Markenkommunikation hervorgegangen. Mit der Integration von Notch bauen wir unser Angebot entlang des Kommunikationsfunnels aus und schliessen die Lücke zwischen Markenkommunikation und Performance-Marketing. Gemeinsam haben wir mehr denn je die Möglichkeit, eine ganzheitliche Customer Experience für unsere Kunden zum Leben zu erwecken. Als gesamte Gruppe sind wir nun in der Lage unseren Kunden zu helfen, ihrer Marke einerseits zu «Präsenz» zu verhelfen, und andererseits «präzise» auf digitalen Kanälen personalisiert auf Konsumentenbedürfnisse einzugehen.

Nun handelt es sich ausdrücklich um keinen Kauf. Was war dann der Deal?
Über die Form des Deals wurde Stillschweigen vereinbart. Ich kann aber versichern, dass alle Parteien höchst zufrieden ihre Unterschrift unter den Vertrag gesetzt haben.

Publicis setzt nun voll auf «Power of One». Was heisst dies konkret, wo sehen Sie zusätzliches Wachstumspotenzial?
Als Publicis-Gruppe führen wir unsere Kunden End-to-end durch die Digitalisierung und achten gleichzeitig darauf, dass die unverkennbare Identität von Marken in Zeiten des Wandels gewährleistet bleibt. Durch das Kombinieren von Effektivität und Effizienz über Touchpoints, im Messaging und in der Medienauswahl helfen wir unseren Kunden besser mit Konsumenten und Nutzern zu interagieren und vor allem Relevanz zu zeigen. Unsere Kunden finden am Stadelhofen sämtliche Skill Sets quer über alle Disziplinen des Marketings hinweg, also nicht nur Kommunikation, sondern auch Media und Technologie. «Power of One» ermöglicht es uns, punktgenau auf Kundenbedürfnisse einzugehen und integrierte Teams zusammenzustellen, um schnellstmöglich einen optimalen Output zu gewährleisten. In Zeiten des Wandels treffen wir so den Nerv von Marketingmanagern und CEOs, die heute mehr denn je ein koordiniertes Zusammenarbeiten suchen, das Lösungen ins Zentrum stellt und nicht langwierige Prozesse.

«Meine DNA ist Kreativität»

Sie wollen sich künftig verstärkt wieder auf den kreativen Output konzentrieren. Gibt es bei Ihnen da ein Manko?
Ja, aber nur bei mir persönlich. Meine DNA ist Kreativität, ich bin ursprünglich Texter. Als CEO konnte ich mich in den letzten drei Jahren nur selten in der Kreationsabteilung engagieren. Ich kam mir vor wie ein Fussballer, der jeden Tag an einem frisch gemähten Rasen vorbeigeht, aber nicht darauf spielen darf. Dank Peter van der Touw, der sich ab Januar als COO um die operative Führung von Publicis Communications kümmert, werde ich wieder mehr Zeit haben, um in die kreativen Prozesse eingreifen zu können – und Tore zu schiessen.

Nun wächst die Publicis um weitere 23 Mitarbeiter. Werden die alle beim Bahnhof Stadelhofen untergebracht sein?
Sämtliche Notch-Mitarbeiter werden bei uns integriert. So werden zum Beispiel die UI/UX- und Social-Media-Teams in der Kreation angesiedelt – und alle anderen in ihren angestammten Bereichen.

Ist der Umbau von Publicis jetzt abgeschlossen – oder haben sich noch weitere Zukäufe in Planung?
Wir sind die Nummer 1 im Markt und wollen das auch bleiben. Unser Set-up ist aktuell ideal. Dennoch behalten wir uns natürlich alle Optionen offen.



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