30.03.2008

Weko

Auflagen für Coop bei Carrefour-Übernahme verteidigt

Kein Schutz für Aldi und Lidl.

Die Weko hat am Samstag die Auflagen für Coop bei der Carrefour-Übernahme verteidigt. Die Weko halte nicht schützend die Hand über Aldi und Lidl, sondern schützend über den Markt, sagte Weko-Präsident Walter Stoffel am Samstag in einem Interview. Die Wettbewerbskommission (Weko) bevorzuge keine ausländischen Discountgiganten, sagte Stoffel mit der "Samstagsrundschau" von Schweizer Radio DRS. Wichtig sei, dass der Wettbewerb nicht blockiert werde.

Die Schweiz habe unter anderem durch ihr Abseitsstehen von der EU relativ hohe Schranken für einen Eintritt in den hiesigen Markt. Deshalb müsse die Weko dafür sorgen, dass Markteintritte weiterhin möglich blieben und der Markt nicht zementiert werde, sagte Stoffel weiter. "Dass Aldi und Lidl kommen, zeigt, dass man in den Markt eintreten kann", sagte der Weko-Präsident. Es könnte aber auch ein anderer ausländischer Detailhändler sein. "Wir bevorzugen keine Konkurrenten."

Zwar würden Migros und Coop jeweils behaupten, dass der Wettbewerb auch ohne Weko-Auflagen funktioniere. Aber seit Aldi und Lidl in die Schweiz gekommen seien, habe sich der Wettbewerb erheblich belebt. So seien die Billiglinien M-Budget und Prix Garantie eingeführt worden. "Das ist nicht vom Himmel gefallen", sagte Stoffel. (sda)


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