Die Migros bündelt ihr nationales Reisegeschäft. Per 1. November beenden Hotelplan und Travelhouse ihr letztes Geschäftsjahr und es startet die "M-Travel Switzerland". Dazu werden die beiden Schweizer Reisetöchter des Migros-Genossenschaftsbunds (MGB) fusioniert. Wie die "Handelszeitung" in ihrer aktuellen Ausgabe schreibt, wird -- im Gegensatz zu früheren Ankündigungen -- aus M-Travel Switzerland nicht nur eine Dachmarke, sondern auch eine Dachfirma.
Laut Thomas Stirnimann, CEO von M-Travel Switzerland, wird nach einer neutralen Namensgebung gesucht, weil M-Travel Switzerland nur eine Klammer sein soll, mit der man in der Reisebranche auftreten wolle. "Die reisende Kundschaft soll davon nichts merken", so Stirnimann. Dort stünden die derzeit 17 Veranstaltermarken im Vordergrund, die neu nach Kundensegmenten gebündelt werden.
CEO Stirnimann sagt gegenüber der "Handelszeitung" dem Branchenprimus Kuoni den Kampf an: "Wir wollen die Marktführerschaft in der Schweiz." Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg: Im ersten Geschäftsjahr liegt M-Travel, derzeit die Nummer zwei in der Reisebranche, deutlich hinter Kuoni zurück.
Laut "Handelszeitung" will sich die Migros demnächst entscheiden, ob die Günstigmarke M-Travel bald in M-Budget umgewandelt wird. Dazu bedürfe es der Einwilligung des Migros-Verwaltungsrats. Weil aber sowohl Denner Reisen, als auch M-Travel enger und direkter von ihren Muttergesellschaften profitieren sollen, scheine die Umbenennung mehr als bloss denkbar. Was bleibe, sei wohl die Fussnote "Ihre Migros-Ferien".

