Die Werbeindustrie soll Einschränkungen bei der Vermarktung von Produkten wie Alkohol im Internet erwägen. Dies geht aus einem aktuellen Bericht des Beratungsunternehmens Deloitte zum Thema "Technologie, Medien und Telekommunikation" hervor. Laut der vorgelegten Studie sieht sich das Medium Internet aufgrund des rasanten Wachstums im Online-Werbebereich in diesem Jahr einem "Sperrwerk an Hindernissen" gegenüber.
Die zunehmende Verbreitung von Online-Werbung habe zum Resultat, dass immer mehr behördliche Stellen auf diesen Bereich aufmerksam werden. Dies führe wiederum automatisch zu einer stärkeren Forderung nach einem eigenen Reglement für den Online-Werbesektor. Die Studienautoren raten deshalb der digitalen Werbeindustrie, sich schon jetzt über Massnahmen im Zusammenhang mit einer Selbst-Regulierung Gedanken zu machen.
"Was Kontrollmassnahmen bei Werbung betrifft, lag der Fokus bislang auf den traditionellen Bereichen", heisst es in dem Bericht. Doch je erfolgreicher die Online-Werbung werde, desto eher müsse man damit rechnen, dass dieser Bereich einer genaueren Prüfung durch Behörden unterzogen werde. Ein Problem ergibt sich beispielsweise aus dem Umstand, dass im Internet Werbung zu jeder Zeit zugänglich ist.
Ein Werbeverbot für bestimmte Produkte wie es etwa im TV zu vorgegebenen Zeiten gelte, sei deshalb nicht umsetzbar. Hier müsse man sich auf die Suche nach neuen Regulationsmöglichkeiten begeben. Gleichzeitig warnt der Report aber auch vor der übertrieben häufigen Verwendung von kommerziellen Werbebotschaften im Internet. Die negativen Konsequenzen derartiger Strategien seien spätestens seit der Revolte der Facebook-User bekannt. (pte)

