Ein Team aus Historikern, Journalistinnen und einheimischen Experten wagt sich an eine faszinierende Aufgabe: Arosa in 100 Geschichten zu erzählen. Das Buch soll im September 2019 erscheinen. Das Projekt wird von Arosa Tourismus, der Gemeinde Arosa und der Kulturförderung des Kantons mitgetragen. Der Druck und Vertrieb eines qualitativ hochwertigen Buches ist damit aber noch nicht gesichert.
Am Montag startete deshalb ein Crowdfunding mit dem Ziel, ein neues Buch über Arosa möglich zu machen: 100-days.net. Die Initianten arbeiten dafür mit der Crowdfunding-Plattform von Ron Orp zusammen. Bis jetzt kamen etwas mehr als 2000 Franken zusammen, für die Vollendung des Buches werden 20'000 Franken benötigt.
Die Spender gehen nicht leer aus: Je nach ihrem finanziellen Engagement bekommen sie das neue Arosa-Buch, einen Eintrag als Spender im Buch, Tageskarten für das Skigebiet Arosa Lenzerheide, Tickets für das Arosa Bärenland und Übernachtungen in Aroser Hotels.
Wieso braucht es ein neues Buch über Arosa? Das Dorf hat eine grosse Fangemeinde mit starker emotionaler Bindung zum Ort: Einheimische, Zweitwohnungsbesitzer, Eishockeyfans, Nostalgiker aus dem Unterland. Das Buch soll auf edukative und gleichzeitig unterhaltsame Art die Geschichte und Gegenwart des Ortes, seine Menschen, seine Wirtschaft und Kultur umfassend beschreiben. Es fehlen ausserdem ein chronologisches Nachschlagewerk und eine relevante, gültige Geschichte von Arosa seit der Sezession von Davos 1851 bis heute. Die Monografien von Fritz Maron und J. B. Casty enden Mitte der 30er-, respektive Ende der 50er-Jahre. Die Bücher von Hans Danuser sind ebenfalls sehr verdienstvoll, bleiben aber leider episodisch, ohne die Entwicklung von Arosa zu begleiten und zu kommentieren. Das Insider- und Expertenwissen der Ur-Aroser muss jetzt abgeschöpft werden («Oral History»), bevor es verloren geht. Die Aroser und die vielen Fans von Arosa sollen es als ihr Projekt empfinden. Die Partizipation möglichst vieler Einheimischer ist für die Verankerung und Glaubwürdigkeit von «Arosa in 100 Geschichten» sehr wichtig.
Die Initianten von «Arosa in 100 Geschichten» erzählen, erklären und zeigen Arosa in einer 200-seitigen Monografie anhand von 100 durchnummerierten Geschichten. Von ganz kleinen Anekdoten und Grafiken bis zu mehrseitigen Artikeln über die Geschichte des Ortes, den Tourismus, den Wintersport, die Hotellerie, den Verkehr, den Kurort, den EHC Arosa, die Bären, das Humorfestival, das Nachtleben usw. Kurz- und Langformate, Hintergründiges und Unterhaltsames. Analysen, Porträts, Listen, Rezepte, Interviews, Recherchen, Historien, Blogs, Promifanpost, Umfragen, Infografiken. Dazu gehört auch eine bebilderte Chronologie von den Anfängen bis in die Gegenwart.
Umgesetzt wird das Buch von der Chefredaktion GmbH, dem Anfang Jahr gegründeten Büro für Inhalte. Projektleiter ist der Churer Historiker und Ex-Blick-Gruppe-Chefredaktor Peter Röthlisberger.
Den Link zum Crowdfunding-Projekt «Arosa in 100 Geschichten» mit Video und vielen weiteren Informationen, speziell auch über die Goodies für die Spender, gibt es auf 100-days.net. (pd/ma)

