05.06.2008

Autowerbung

EU-Kommission legt den Rückwertsgang ein

Auf Ängste der Verleger reagiert.

EU-Umweltkommissar Stavros Dimas hat im Streit um die Neuregelung der Autowerbung auf die Bedenken der Verleger reagiert. Ein neuer Richtlinienentwurf sieht vor, dass die Energieeffizienz der Automodelle auf einer Farbskala abgebildet wird, wie es in einem Bericht des deutschen Fachportals wuv.de heisst. Die Verleger befürchten, dass diese Richtlinie einen massiven Rückgang der Werbeeinnahmen zu Folge hätte. Mittelfristig würde dies auch die Aussattung der Redaktionen und die Qualität der Printmedien beeinträchtigen.

Seit 1999 gilt eine Verpflichtung für die Automobilindustrie, in der Werbung den Spritverbrauch und die CO2-Werte zu publizieren. Nach Ansicht der EU-Kommission kommen die Hersteller diesen Anforderungen nur in ungenügendem Masse nach. Für Entrüstung sorgte zuletzt ein Vorschlag des EU-Parlaments, künftig auf einem Fünftel der Werbefläche die Informationen zur Umwelteffizienz zu platzieren. Laut wuv.de hat beispielsweise Volkswagen auf diesen Vorschlag mit der Drohung reagiert, auf Printanzeigen verzichten zu wollen.


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