In Genf hat am Montag der Abbau der für die Euro aufgebauten Infrastrukturen begonnen. Bis Ende Woche sollen die Feststätten für die Bevölkerung wieder frei zugänglich sein. Die Organisatoren erwarten, mit einer roten Null abzuschliessen. Entgegen den vorausgesagten "astronomischen Gewinnen" werde die mit der Organisation der Genfer Fan-Infrastrukturen beauftragte Genfer Firma NEPSA nur knapp die Kosten decken können, erklärte NEPSA-Chef Frédéric Hohl am Montag vor den Medien.
Grund für die nur knapp ausgeglichene Rechnung sind fehlende Sponsoreneinnahmen. Trotz der Versprechungen der UEFA sei die Unterstützung von Seiten der offiziellen UEFA-Partner mit Ausnahme der UBS, der Swisscom und von Ferrero enttäuschend geblieben. Andere Sponsoren beteiligten sich nur gerade mit 50 000 Franken an dem 4,58 Millionen Franken schweren Budget. Weniger als 100 000 Franken generierte die Werbung, die über die Grossleinwände in den Fan-Zonen lief.
Ausser einen Imagegewinn habe seine Firma keinen Gewinn einfahren können, erklärte Hohl. Er hoffe, dass die Kosten knapp gedeckt werden können. Er rechne aber eher mit einem leichten Defizit. (sda)

