Die Schweizer Verpackungsindustrie hat 2007 von einem starken Nachfragewachstum profitiert. Der Umsatz der 242 Betriebe kletterte um 11 Prozent auf 6,7 Mrd. Franken. Insbesondere das Geschäft mit Lebensmittelproduzenten boomte. Beinahe die Hälfte des Marktes stellen inzwischen Kunststoffverpackungen. Die Produktion nahm hier um 20,9 Prozent auf 3,3 Mrd. Fr. zu, wie das Schweizerische Verpackungsinstitut (SVI) am Montag mitteilte.
Noch etwas stärker legten die Glasverpackungs-Hersteller zu, und zwar um 21,6 Prozent. Ihr Gesamtumsatz ist mit 101 Mio. Fr. aber immer noch vergleichsweise bescheiden. Deutlich unterdurchschnittlich entwickelten sich die Packstoffe Aluminium (+4,2 Prozent) und Stahlblech (+2,7 Prozent). Auch für 2008 rechnet die Branche mit einer positiven Entwicklung. Sorgen bereiten die Preiserhöhungen bei Rohmaterialien und der Energie.
Die Schweizer Verpackungsindustrie wird neben wenigen grossen, börsenkotierten Unternehmen wie Bobst, SIG (Rank), Alcan Packaging und Vetropack vor allem von KMU geprägt. Die 19'000 Beschäftigten erwirtschaften laut SVI-Angaben etwa 1,5 Prozent des Bruttoinlandproduktes. Die Schweizer Abnehmermärkte liegen mit rund 70 Prozent im Konsumgeschäft, das Nahrungsmittel, Getränke und weitere Konsumgüter umfasst. Die restlichen 30 Prozent entfallen auf den Industriesektor, in dem die Nachfrage der Pharmaproduzenten am stärksten gewachsen ist. (sda)

