Die Idee ist denkbar simpel: Studenten die eine WG-Party planen bewerben sich bei Partyguerilla GmbH und bekommen gratis Alkohol und Zigaretten für die Fete. Das Ziel der Agentur, die von Deutschland in die Schweiz expandiert: Neue Produkte in einem privaten Rahmen und ungezwungen testen zu lassen.
Einzige Auflage sei, dass ein Vertreter der Agentur anwesend ist und Fotos macht, die den Markensponsoren zeigen, dass ihr Bier oder ihr Tequilla tatsächlich getrunken wurde, zitiert 20 Minuten Patrick Häfner, einer der Gründer von Partyguerilla. In Deutschland habe die Firma so bereits 1200 Partys gesponsert und etwa 70'000 Studenten erreicht, sagt Häfner.
Die Basellandschaftliche Zeitung nennt Heineken, José Cuervo Tequila und Parisienne als Schweizer Markenpartner. Doch so einfach dürfte das nicht werden: In der Schweiz verletze dieses Geschäftsmodell einen Artkel des Alkoholgesetzes, sagt der Sprecher der Eidgenössischen Alkoholverwaltung, Nicolas Rion gegenüber 20 Minuten: «Es dürfen keine Wettbewerbe durchgeführt werden, bei denen gebrannte Wasser als Werbeobjekt oder Preis dienen oder ihr Erwerb Teilnahmebedingung ist.» Und dies sei mit der Bewerbung auf der Webseite der Fall. Man werde nun den Fall prüfen.
Auch die Sprecherin der Lungenliga zeigt sich besorgt: «Tabakmarketingaktionen konzentrieren sich stark auf Orte, an denen junge Leute verkehren, das Sponsoring von privaten Partys ist jedoch ein neuer Weg».
(lcv)
Bild: Partyguerilla

