Was müssen Unternehmen tun, um im digitalen Wandel innovativ zu sein? Diese Frage haben am Montag zahlreiche Referenten beim neunten Smart Business Day beantwortet. Mit dabei waren Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft, die Einblicke in das Innovationsmanagement im digitalen Wandel gewährten. Rund 200 C-Level-Vertreter und Digital-Experten haben in diesem Jahr den Netzwerkanlass im Gottlieb Duttweiler Institute besucht. Das branchen- und technologieunabhängige Symposium wird von der Fullservice-Digitalagentur Namics und SAP Customer Experience veranstaltet, wie es in einer Mitteilung heisst.
Branchenübergreifende Einblicke
Den ersten von insgesamt sieben Praxisvorträgen hielt die Serienunternehmerin Bettina Hein, Founder und Board Member von Pixability. Sie berichtete, wie Unternehmen das Thema Innovation zu ihrem Mantra machen und zu neuen Ideen kommen. Neben Naivität und Ausdauer braucht es hier vor allem Mut, immer wieder aufzustehen – nur dann wird Innovation zum (Geschäfts-) Alltag. Weiter ging es mit Einblicken in das Change-Management eines internationalen Lebensmittelherstellers. Marcel Härtlein, Head Digital Transformation bei der Emmi Group, zeigte am Beispiel der internen Digital Consumer Experience Initiative, wie der Wandel mit einem Fokus auf Kunden und Konsumenten im Marketing gestaltet werden kann. Die Basis dafür sind kanal- und organisationsübergreifende Kundendaten. Wie sich innovative Bankprodukte entwickeln lassen, erklärte Sandra Lienhart-Cozzio, CEO und Leiterin Presidialbereich Bank Cler, am Beispiel von «Zak» – die erste Banklösung für das Smartphone. Sie schilderte, wie zügig und kundenorientiert das Produkt entwickelt wurde und wie sich Bank Cler sowohl als digitale als auch persönliche Bank positioniert.
Nach der Pause eröffnete Martin Tschopp, Head Corporate Development bei der Helvetia Gruppe, den zweiten Teil des Symposiums. Er sprach über die Digitalisierung im Versicherungssektor und wie es gelingt, durch Kooperationen noch näher und schneller am Kunden zu sein. Warum Innovationsinitiativen scheitern und wie Unternehmen kontinuierlich digitale Innovationen vorantreiben können, veranschaulichte Jan Marco Leimeister, Ordinarius für Wirtschaftsinformatik und Direktor am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität St. Gallen. In seinem Vortrag zum Thema «Agile Innovation» erläuterte er, wie einmalige Innovationen zum Dauerbrenner werden und wie sich langfristige Leistungsfähigkeit fördern lässt.
Im folgenden Vortrag beschrieb Carmen Spielmann, CEO und Co-Founder von Sharoo, den Aufbau eines digitalen Geschäftsmodells in der sehr dynamischen Mobilitätsbranche. Dabei beantwortete sie auch die Frage, welche Personen-Typen es für Innovationen braucht. Das letzte Referat ging über den Geschäftskontext hinaus und demonstrierte den Einsatz von digitalen Technologien in der digitalen Bergrettung. Heinz Beutler, Rettungschef Schwägalp/Säntis, stellte eine Tracking App vor, mit deren Hilfe vermisste Bergsteiger schneller gefunden werden.
Impressionen zum Smart Business Day 2018 finden Sie hier. (pd/cbe)

